Noch teurer: EnBW hebt Strompreise für Millionen Haushalte an

Das EnBW Logo.
Symbolbild © imago/STPP

Die Energieversorger haben vor einiger Zeit bereits angekündigt, dass sie die Preise anheben. Auch EnBW hebt die Strompreise jetzt für Millionen Haushalte an. Schon in wenigen Wochen müssen die Verbraucher deutlich mehr für ihren Strom bezahlen.

Jetzt ist es offiziell: EnBW dreht an der Preisschraube. Die Strompreise werden damit für Millionen Haushalte in die Höhe schnellen.

Kostenbremse Adieu

Nachdem die Strompreisbremse in diesem Jahr keine Anwendung mehr findet, erhöhen zahlreiche Energieversorger die Strompreise, was Millionen Haushalte betrifft. Auch die EnBW, einer der größten Energieversorger Deutschlands, hat nun angekündigt, dass der Konzern ebenfalls die Entgelte erhöhen muss.

Bereits im April sollen die neuen Preise für die Verbraucher gelten. Spannend dabei ist, dass der Versorger die aktuell laufende Haushaltskrise der Bundesregierung unter anderem als Grund benennt. Geplant waren von der Ampel-Regierung, 5,5 Milliarden in Form eines Bundeszuschusses an die Betreiber zu entrichten. Aufgrund des klaffenden Loches in der Haushaltskasse wurde dieser jedoch gestrichen.

Das erwartet die Strom-Kunden jetzt

Wie es in Berichten heißt, soll die EnBW planen, zum 1. April 2024 die Strompreise für Millionen Haushalte zu erhöhen. Der Preisanstieg fällt dabei drastisch aus, denn satte 15,9 Prozent sollen die Verbraucher dann mehr bezahlen. Damit steigen die Netzentgelte für den Haushaltsstrom massiv an.

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Der Konzern erklärte dazu: „Gleichzeitig sind auch die staatlichen Abgaben, Umlagen und Steuern insgesamt gestiegen, die ebenfalls Teil des Strompreises für Haushalte sind.“ EnBW ist nicht allein, denn die vier großen Fernleitungsbetreiber Amprion, TenneT, TransnetBW und 50Hertz hatten bereits zum Ende des Jahres 2023 angekündigt, dass die Netzentgelte von 3,1 Cent je Kilowattstunde auf 6,4 Cent steigen werden.

So teuer wird es wirklich

Dabei sind die Energieversorger in einer Zwickmühle, denn üblicherweise legen sie die Kosten für die Netzentgelte auf die Kunden um. Zusätzlich nennt der Energiekonzern aus Karlsruhe auch Umlagen und Steuern sowie gestiegene staatliche Abgaben als weitere Gründe für die Preiserhöhungen.

„Mit der Preismaßnahme zum 1. April 2024 liegt der Preis beim Haushaltsstrom der EnBW in der Grund- und Ersatzversorgung zum aktuellen Zeitpunkt leicht über dem Durchschnittspreis am Markt“, so der Versorger. Bei einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 2.900 Kilowattstunden müssen Haushalte mit etwa monatlich rund 16 Euro mehr für ihren Strom rechnen. Das entspricht knapp 200 Euro im Jahr zusätzlich.