Drohender Blackout: Regierung empfiehlt Notvorrat für 10 Tage

Frau kauft Nudeln im Supermarkt auf Vorrat
Symbolbild © istockphoto/eldinhoid

Aktuell häufen sich die Krisen. Deshalb sollte man vorbereitet sein, zum Beispiel mit einem Notvorrat. Das empfiehlt das Bundesamt.

2015 sorgte dieser Vorschlag noch für Spott. Thomas de Maizière, der damalige Bundesinnenminister, erarbeite ein Zivilschutzkonzept. In diesem riet er unter anderem: Die Bürger sollten für Krisen für etwa 10 Tage im Haus aufbewahren.

Heute spottet wohl keiner mehr darüber. Denn durch Ukraine-Krieg und Corona-Pandemie hat sich die Perspektive von vielen Bürgern geändert. Nun spricht man wieder von einem Notvorrat. Auch in NRW.

Bürger sollten Lebensmittel für 10 Tage im Haus haben

Die Menschen in Deutschland sollten für Krisen und Unwetter gerüstet sein. So rät ein Bundesamt zu einem Lebensmittel-Vorrat für 10 Tage. Natürlich sollte die Lebensmittel-Liste gut durchdacht sein.

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Auch der Innenminister Herbert Reul von der CDU rät zu einem Notvorrat. Dies ist die Lehre aus der Flutkatastrophe im letzten Sommer und der Pandemie. Und keiner lacht mehr über diesen Vorschlag. Denn in der Corona-Krise sind nicht nur das Toilettenpapier, sondern auch die Nerven knapp geworden.

Konkret spricht Herbert Reul von Lebensmittel-Vorräten und Wasser für mehrere Tage. Außerdem sollten eine Hausapotheke, Kerzen, Streichhölzer und eine Powerbank fürs Handy im Haus sein.

Das empfehlen Katastrophenschützer

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) in Bonn bietet viele Informationen zu allen möglichen Szenarien.

Natürlich kann man im Vorfeld nicht wissen, ob und welche Krise auf einen zukommt. Daher gibt es ein paar generelle Dinge zu beachten.

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Grundsätzlich sollten genug Lebensmittel für 10 Tage im vorhanden sein. Ein Erwachsener sollte dabei mit rund 2.200 Kalorien und 2 Liter Wasser täglich kalkulieren.

Gerade Trinkwasser ist im Notvorrat besonders wichtig.

Das Bundesamt rät zudem: Der Notvorrat muss nicht auf einmal gekauft werden. So lassen sich Hamsterkäufe vermeiden. Er kann nach und nach angelegt werden. Bürger sollten auch darauf achten, dass die Vorräte nicht verderben. So sollte man auch Dosenfutter und eingekochtes regelmäßig verbrauchen und immer wieder nachkaufen.

Das BBK empfiehlt: Verbraucher sollten eine breite Mischung haltbarer Nahrungsmittel kaufen. Natürlich sollte man diese auch gerne essen und gut vertragen. Auf der Internetseite des BBK gibt es eine Checkliste mit den Mengenangaben als PDF.

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Tipps für den Stromausfall

Durch einen Sturm z.B. kann der Strom ausfallen. Dann sind auch Supermärkte und Tankstellen betroffen. Bis der Staat Hilfsgüter schickt, kann es dauern.

Deswegen ist ein Notvorrat dringend empfehlenswert. Die Notfallvorräte kann man dann mit einem Camping- oder Gaskocher erwärmen. Der Innenraum muss dann gut gelüftet werden. Ein Grill sollte nur auf dem Balkon oder der Terrasse benutzt werden.

Bürger sollten ebenfalls etwas Bargeld im Haus haben. Denn Geldautomaten funktionieren bei Stromausfall nicht.

Ebenfalls wichtig: Ein batteriebetriebenes Radio mit Reservebatterien. Denn Fernseher und Internet funktionieren nur mit Strom. Und immerhin benötigt man in Krisensituationen wie Hochwassern und Schneefällen Informationen.