Nutzt jeder: Gegenstand am Haus bringt bis zu 1.000 Euro Bußgeld

Eine beleuchtete Haustür eines Mehrfamilienhauses mit Klingeln und Hausnummernschild.
Symbolbild © imago/Seeliger

In Deutschland gibt es keine einheitlichen Vorschriften für Hausnummern. Wer jedoch die örtlichen Regeln bezüglich Hausnummern am Haus nicht beachtet, riskiert ein Bußgeld von bis zu 1.000 Euro.

Man mag denken, dass Hausnummern in Deutschland eine einfache und alltägliche Angelegenheit sind. Aber hinter den unscheinbaren Zahlen steckt eine komplexe Welt von Vorschriften und Regeln. Diese sind jedoch alles andere als einheitlich, sondern variieren stark von Gemeinde zu Gemeinde. Und nicht nur das, sie können sogar innerhalb derselben Stadt extrem unterschiedlich sein. Wer sich nicht an die Regelungen bezüglich Hausnummern am Haus hält, muss mit einem Bußgeld von bis zu 1.000 Euro rechnen.

Je nach Ortschaft verschiedene Regelungen für Hausnummern

Gemäß den Anforderungen der Bauvorschriften ist es Pflicht für alle Hausbesitzer, ein Hauszeichen anzubringen. Die genauen Vorgaben bezüglich deren Erscheinungsbildes sind jedoch nicht eindeutig festgelegt. Die Entscheidung über das Material, die Dimensionen, die Farbgebung und die Beleuchtung unterliegt den örtlichen Regelungen. Dies führt dazu, dass die Hauszeichen in einer Stadt möglicherweise in lebendigen Farben strahlen, während sie in einer angrenzenden Gemeinde kaum erkennbar sind. Einige Städte bevorzugen beleuchtete Hauszeichen, um im Notfall von Rettungskräften besser lokalisiert werden zu können. Andere Gemeinden wiederum haben klare Vorgaben hinsichtlich des Designs: In einigen ist die Verwendung von Großbuchstaben verpflichtend, während anderswo nur Kleinbuchstaben gestattet sind. In bestimmten Städten sind sogar Hauszeichen aus speziellen Materialien oder in einem bestimmten Stil vorgeschrieben.

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Bußgeld von bis zu 1.000 Euro wegen der Hausnummer

Verstöße gegen diese Richtlinien können teuer werden. Bußgelder reichen je nach Ort von kleinen Summen bis hin zu beträchtlichen Strafen in Höhe von 1.000 Euro. Angesichts der durchschnittlichen Kosten von etwa 20 Euro für ein neues Hausnummernschild könnten diese Strafen leicht vermieden werden. Allerdings sind Neuzugänge oder frischgebackene Hausbesitzer oft nicht ausreichend informiert über die örtlichen Vorschriften. Obwohl die Gemeinden theoretisch die Einhaltung der Regeln überwachen sollten, geschieht dies in der Praxis außerdem eher selten. Ein Blick in die lokalen Bestimmungen kann nicht nur Geldstrafen verhindern, sondern auch dazu beitragen, dass das eigene Zuhause sich gut in die Umgebung einfügt und im Notfall leicht gefunden werden kann.