Pläne durchgesickert: Strompreise sollen sich bald verdoppeln

Stromzähler mit Geld.
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Inzwischen sind Pläne durchgesickert, dass sich die Strompreise bald verdoppeln sollen. Das ist ein echter Schock für die Menschen in Deutschland. Viele fragen sich, wie sie das alles noch bezahlen sollen.

Dass nächstes Jahr alles teurer wird, ist inzwischen vielen Bürgerinnen und Bürgern in Deutschland bekannt. Doch nun ist anscheinend durchgesickert, dass sich die Strompreise bald verdoppeln sollen. Wie man das alles bezahlen soll, fragen sich wohl die meisten Menschen hierzulande.

Energiepreisbremse entfällt ab dem neuen Jahr

Da der Bundesgerichtshof den Klimafonds für verfassungswidrig erklärt hat und dies auch auf den Wirtschaftsstabilisierungsfonds zutrifft, musste die Regierung für das Jahr 2024 einen Plan für den Haushalt erarbeiten, der das Loch von ca. 17 Milliarden Euro stopft. Für die Verbraucher bedeutet dies für das neue Jahr viele Preiserhöhungen. Erleichterungen fallen weg.

Eigentlich sollte die Energiepreisbremse bis März 2024 greifen, doch nun läuft sie zum 31. Dezember 2023 aus. Die Bundesregierung muss nämlich sparen und die Subventionierung der Netzentgelte einstellen. Dies bedeutet, dass die Bürgerinnen und Bürger in Zukunft die Preise zahlen müssen, die die Netzbetreiber vorgeben – ohne Entlastung vonseiten des Staates.

Viele Gründe für die drastische Erhöhung

Doch dass die Subventionierung wegfällt, ist nur ein Grund. Aufgrund der steigenden Preise auf den Energiemärkten wollen die Übergangsnetzbetreiber Amperion, 50Hertz, Tennet und Transnetz ihre Entgelte ab nächstes Jahr drastisch erhöhen. Das bedeutet für die Verbraucher, dass sich die Strompreise verdoppeln. Demnach wollen die Unternehmen 6,34 Cent pro Kilowattstunde berechnen anstatt bisher 3,12 Cent. Ohne Strompreisbremse werden die vollen Kosten jetzt direkt an die Kunden weitergegeben.

Zu allem Überfluss kommt noch hinzu, dass Kraftwerkbetreiber, die ihre Energien aus fossilen Quellen wie Erdgas und Erdöl beziehen, die CO2-Entschädigung zahlen müssen. Auch diese wurde von zunächst geplanten 40 Euro pro Tonne auf 45 Euro ab nächstem Jahr angehoben. Dieser Aufschlag wird natürlich an die Kunden weitergegeben. Somit kann es leicht dazu kommen, dass die Strompreise sich verdoppeln.

Ein Wechsel bringt nichts

Wer jetzt daran denkt, den Anbieter zu wechseln, muss leider enttäuscht werden. Denn die Erhöhung der Kosten trifft alle Anbieter. Somit müssen auch alle ihre Preise anheben. Das, was sich unterscheiden wird, ist, wie sehr die Preise steigen. Denn je nachdem, wie hoch der Anteil an fossilen Brennstoffen zur Stromerzeugung bei einem Anbieter ausfällt, steigt auch der CO2-Ausgleich. Während der Nacht oder in den Wintermonaten greifen Anbieter vermehrt auf fossile Brennstoffe zurück, da die Windenergie nicht ausreicht.