Plage breitet sich aus in Deutschland – „Sie sind bissig und stichig“

Mückenstiche am Körper
Symbolbild © istockphoto/dimid_86

Derzeit breitet sich eine schlimme Plage in Deutschland aus. Die Tiere sind bissig und stichig und können für den Menschen sogar gefährlich werden. Das muss man jetzt wissen.

Eine Plage breitet sich derzeit in Deutschland aus. Die Tiere stechen nicht, sondern beißen und vermehren sich laut Populationsmodellen der Wissenschaft rasant. Schuld daran sind unter anderem die höheren Temperaturen und die damit verbundenen kürzeren Entwicklungszeiten der Insekten.

Die Mückenzeit steht bevor

Wie Meteorologen schon öfters angemahnt haben, ist der Winter wild zu mild gewesen. Die Temperaturen im Februar erreichten Rekordwerte, denn der Monat war der bislang wärmste seit langer Zeit. Dieses Wetter nutzen auch bestimmte Insekten aus, die sich durch die milden Temperaturen früher entwickeln. So werden viele Menschen schon jetzt von Mücken heimgesucht – und das schon sehr viel früher, als es normalerweise der Fall wäre.

Doch nun gibt es ein weiteres Insekt, das sich zu einer regelrechten Plage in Deutschland entwickelt. Populationsmodelle aus der Wissenschaft zeigen, dass sich die Insekten in vielen Gebieten rasant vermehren. Forscher der Goethe-Universität, der Senckenberg Biodiversität und des Klima-Forschungszentrums in Frankfurt modellierten die Verbreitung in Deutschland.

Diese Plage erwartet uns in Deutschland

Wer die uns bekannten Mücken schon extrem lästig findet, wird dies in Zukunft anders sehen, wenn er der Kriebelmücke begegnet. Von dieser gibt es derzeit mehr als fünfzig verschiedene Arten. Das Tückische ist: Die Kriebelmücke sticht nicht, sondern beißt eine kleine Wunde in die Haut. Sie besitzt nämlich keinen Saugrüssel, sondern kräftige Beißwerkzeuge. Meistens bemerkt man dies erst einmal nicht. Nach einiger Zeit entdeckt man eine kleine Wunde, die auch einen Bluterguss zur Folge haben kann. Dies liegt an dem Sekret der Kriebelmücke, das sie aussondert, um die Blutgerinnung zu verhindern.

Lesen Sie auch
Großer Andrang: Konzert in Karlsruhe sorgt für enorme Anstürme

Derzeit gibt es keine Anzeichen dafür, dass die Kriebelmücke ansteckende Krankheiten überträgt wie beispielsweise die Tigermücke. Doch man sollte nicht kratzen, denn dadurch können Keime in die Wunde gelangen und schlimmstenfalls zu einer Blutvergiftung führen. Wer Fieber, Schüttelfrost oder gar Kreislaufprobleme bekommt, sollte daher sofort zum Arzt gehen.

In den eigenen vier Wänden begegnet man der Kriebelmücke wohl nicht so oft, denn sie beißt eher Nutztiere wie Pferde und Rinder. Vorsichtig sollte man besonders an Gewässern sein. Lange Kleidung schützt vor Bissen, denn im Gegensatz zu den Mücken mit einem Stechrüssel kommt die Kriebelmücke mit ihren Beißwerkzeugen nicht durch die Kleidung hindurch.