Post streicht wichtigen Service für alle Kunden aus Deutschland

Ein Briefträger der Deutschen Post.
Symbolbild © istockphoto/kzenon

Schlechte Nachrichten für alle Kunden der Deutschen Post: Das Unternehmen streicht einen praktischen Service in Deutschland komplett. Verbraucher müssen sich ab jetzt selbst darum kümmern.

Die Deutsche Post hat eine gravierende Änderung für alle Kunden angekündigt, die schon mit Beginn des nächsten Jahres wirksam wird. Dabei geht es um einen Service, der Verbrauchern mitunter sehr viel Arbeit erspart hat. Bei der Neuerung geht es um eine der vielen Nebenleistungen, die die Post seit Jahren anbietet. Denn wer denkt, dass das Unternehmen nur für die Auslieferung von Päckchen und Briefen zuständig ist, irrt sich. Bis jetzt hat sich der Konzern sogar darum gekümmert, besonders wichtige Fundstücke zu ihren Besitzern zurückzubringen. Doch damit ist jetzt wohl Schluss.

Wertvoller Fund

Nicht selten kommt es vor, dass neben Briefen auch andere Gegenstände in den Briefkästen der Deutschen landen. Darunter sind überraschend häufig richtig wertvolle Dinge wie Ausweisdokumente und Portemonnaies, die die Menschen unabsichtlich gemeinsam mit der Post einwerfen. Am häufigsten werden jedoch tatsächlich fremde Schlüssel gefunden.

Üblicherweise müsste sich der Finder darum kümmern, diese zurück zum Besitzer zu bringen. Doch die Deutsche Post bietet seit Jahren einen exklusiven Service in Deutschland an, der dies übernimmt. Bis jetzt konnten Finder die gefundenen Schlüssel, sofern sie einen Anhänger mit der Adresse hatten, kostenlos an den rechtmäßigen Besitzer versenden lassen. Dieser musste dann bei der Zustellung 8,50 Euro bezahlen. Die Deutsche Post hat sich nun allerdings dazu entschlossen, diesen Service für alle Kunden einzustellen.

Lösung gesucht

Das ist nicht nur eine schockierende Nachricht für viele Privatkunden des Paketdienstleisters. Denn sie sind nicht die einzigen, die sich ab kommendem Jahr eine neue Lösung einfallen lassen müssen. Dadurch, dass die Post ab dann keine unverpackten Schlüssel mehr ausliefern wird, stehen auch einige Schlüsselfunddienste vor einem echten Problem. Unternehmen wie Keymail und KeyGarant haben sich Medienberichten zufolge bisher auf den Service der Deutschen Post verlassen. Wenn sie ihr Geschäftsmodell so beibehalten möchten, müssen sie sich aufgrund der Änderung jetzt schleunigst etwas anderes einfallen lassen.