Schneewalze ist da: Bundesland verbietet fast überall Streusalz

Eine Frau streut Salz bei Schnee auf die Straße
Symbolbild © istockphoto/Felix Neuhaeuser

Die Temperaturen sinken stetig und auf den Straßen wird es zunehmend gefährlich glatt. Während es früher noch Standard war, ist Streusalz jedoch heute fast überall verboten.

Bisher hat sich der Winter in Deutschland recht mild gezeigt. Doch seit einigen Tagen wird es vor allem in NRW immer kälter. Bei Minusgraden müssen die Menschen nicht nur ihre dicken Jacken herausholen, sondern auch mehr Zeit am Morgen einplanen. Denn sobald es gefriert, wird es auch gefährlich glatt auf den Straßen. Um Unfälle zu vermeiden, müssen die Straßen und Wege vor den eigenen Grundstücken geräumt werden. Wer es sich einfach machen möchte und unkompliziert Streusalz vorm eigenen Haus verteilen will, braucht einen neuen Plan. Denn Streusalz ist heutzutage fast in allen Städten in NRW verboten. Wir erklären, was hinter der Regelung steckt und woraus die Menschen sich stattdessen einstellen sollten.

Tabu

Wenn es rutschig auf den Straßen in NRW wird, heißt es Vorsorgen, um Unfälle zu vermeiden. Wer tagsüber unterwegs ist, wird dann vermehrt Fahrzeuge der Stadt entdecken, welche die Straßen mit Streusalz berieseln. Während Städte die Methode nutzen dürfen, müssen Privatpersonen sich jedoch etwas anderes überlegen. Denn Streusalz ist mittlerweile tatsächlich für die private Nutzung fast überall verboten.

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Grund dafür ist die Tatsache, dass das Streumittel eine erhöhte Belastung für die Umwelt darstellt. Sobald der Schnee taut, fließt das Salz mit dem Wasser in den Boden, wovon es auch ins Grundwasser gelangt. Zudem ist es Experten zufolge durchaus schädlich für die Pflanzen- und Tierwelt. Während es Wurzeln beschädigt, tut es den Tieren beim Laufen an den empfindlichen Pfoten weh. Deshalb ist der Einsatz des beliebten Streumittels auch in den meisten Orten in NRW untersagt. Beispiele sind hierfür Köln, Düsseldorf und Dortmund.

Gute Alternative

Da Privatpersonen trotzdem dazu angehalten sind, vor ihren Türen für Sicherheit zu sorgen, müssen sie auf Alternativen ausweichen. Während handelsübliches Streusalz fast überall verboten ist, gibt es einige umweltfreundlichere Alternativen wie Granulat, Sand, Splitt oder Kies im Handel. Verbraucher sollten beim Kauf dabei unbedingt auf das Zeichen „Blauer Engel – weil salzfrei“ achten.

Es gibt jedoch auch Ausnahmen für bestimmte Härtefälle. So dürfen die Deutschen besonders gefährliche Stellen wie steile Wege oder Rampen mit dem Salz bestreuen. Wer die Regelung missachtet und Streusalz überall nutzt, muss im schlimmsten Fall bis zu 500 Euro Bußgeld zahlen.