Seltenes Tier an deutschem Fluss entdeckt – „Noch nie gesehen“

Zusammenfluss von Main und Rhein, Deutschland . Das Bild ist als Panoramablick aus der Luft zu erkennen. In der Ferne sieht man Akcer, Häuser und Siedlungen sowie den Himmel.
Symbolbild © istockphoto/ollo

Ein seltenes Tier wurde an einem deutschen Fluss entdeckt, welcher vorher als unbewohnbar eingeschätzt wurde. Seine Rückkehr markiert einen Meilenstein in der Renaturierung des einst verschmutzten Flusses. 

Ein bemerkenswertes Ereignis sorgt aktuell für Gesprächsstoff im Ruhrgebiet. An einem bisher kaum für möglich gehaltenen Ort, einem deutschen Fluss, haben Forscher ein seltenes Tier entdeckt. Die Rede ist von der Emscher in Nordrhein-Westfalen, die einst als „Kloake des Ruhrgebiets“ bekannt war. Doch nun scheint sich die Lage zu ändern, denn ein Tier hat sich an den revitalisierten Ufern des Flusses angesiedelt.

Verschmutzter Fluss wird wieder zum Lebensraum für Tiere

Aktuell werden noch genauere Informationen zur genauen Position der Tiere zurückgehalten, aber es wird berichtet, dass sich Biber entlang eines Nebenflusses der Emscher angesiedelt haben sollen. Diese Entdeckung kommt nicht überraschend, wie Fachleute erklären. Bereits zuvor hatte der Biber erfolgreich andere Gewässer wie die Lippe besiedelt. Es war wohl nur eine Frage der Zeit, bis dieses faszinierende Nagetier auch das Emscher-System für sich entdecken würde. Die Rückkehr der Biber markiert einen weiteren bedeutenden Schritt in der Entwicklung der Emscher. Ein Fluss, der einst für seine Verschmutzung berüchtigt war, zeigt sich inzwischen als Lebensraum für eine vielfältige Tierwelt. Die Anzeichen für die Präsenz der Biber sind unverkennbar: Angefressene und gefällte Bäume entlang des Flussufers zeugen von ihrem Wirken.

Lesen Sie auch
Große Anstürme: Deutsche Kantinen geben kostenloses Essen aus

Revitalisierung der Emscher bringt Biber zurück

Die Organisation, welche sich um die Revitalisierung des Flusses kümmert, möchte jedoch vermeiden, dass die Tiere Ziel eines verstärkten Interesses von Biber-Touristen werden. Deshalb werden vorerst die genauen Standorte der Tiere geheim gehalten. Dennoch sind die zuständigen Behörden informiert und eingebunden, um die Situation zu überwachen.

Die Rückkehr der Biber an die Emscher wirft jedoch auch Fragen auf. Experten betrachten diese Tiere als bedeutende Gestalter der Landschaft. Sie schaffen Lebensräume für verschiedene Arten. Trotzdem können ihre Aktivitäten auch Herausforderungen für die Gewässerpflege mit sich bringen. Diese unerwartete Entwicklung fügt nun einen weiteren Punkt auf der Karte der Biberpopulation in Nordrhein-Westfalen hinzu.