Silvester-Verbot: Erste Städte greifen durch – 50.000 Euro Strafe

Viele Raketen liegen auf einem Haufen im Supermarkt.
Symbolbild © imago/Gottfried Czepluch

Wer gegen dieses Silvester-Verbot verstößt, muss erstmalig mit einer Strafe in Höhe von 50.000 Euro rechnen. Diese neue Regelung muss an vielen verschiedenen Orten in Deutschland beachtet werden.

Es gibt ein neues Silvester-Verbot, welches bei Nichtbeachtung mit einer 50.000-Euro-Strafe geahndet wird. Das klassische Böllern zu Silvester, das lange Zeit ein fest verankertes Brauchtum war, wird gerade intensiv in der Gesellschaft diskutiert. Viele Menschen haben klare Ansichten darüber, wie man mit Feuerwerken in der Silvesternacht umgehen sollte.

Mehrheit der Deutschen ist für ein Feuerwerksverbot

Gemäß den neuesten Umfragen zeigt sich ein deutlicher Umschwung in der Sichtweise der Deutschen auf privates Feuerwerk. Eine klare Mehrheit spricht sich mittlerweile für ein Verbot von Feuerwerkskörpern für den privaten Gebrauch aus. Ein Drittel der Befragten unterstützt sogar ein generelles Verbot. Weitere 30 Prozent sind dafür, dass ausschließlich gut ausgebildete Fachleute das Feuerwerk zünden dürfen sollten. Trotz dieser Mehrheit gibt es auch entschiedenen Widerstand. 37 Prozent der Befragten sind immer noch für die Freigabe des Feuerwerks für alle Volljährigen.

Lesen Sie auch
Nach 55 Jahren: Deutsches Schwimmbad muss endgültig schließen

Der bevorstehende Verkauf von Feuerwerkskörpern wird von strengen Regeln begleitet sein. An vielen Orten in Deutschland wird das Zünden von Feuerwerk stark geregelt und an einigen Orten ist es sogar komplett verboten, was empfindliche Geldstrafen nach sich ziehen kann.

Feuerwerk wird in vielen Städten verboten

Städte wie Hamburg, Bremen, Frankfurt, München und Karlsruhe haben bereits Teile ihrer Innenstädte zu Zonen erklärt, in denen das Zünden von Böllern nicht erlaubt ist. Bekannte Orte wie die Binnenalster in Hamburg, die „Schlachte“ in Bremen, der „Eiserne Steg“ in Frankfurt, der Marienplatz in München sowie der Markt- und Schlossplatz in Karlsruhe sind davon betroffen. Auch in Göttingen, Hannover und Nürnberg gelten ähnliche Verbote – nicht nur aus Sicherheitsgründen für die Menschen, sondern auch um die historische Bausubstanz zu erhalten. Allerdings sticht eine Insel besonders hervor: Sylt. Dort, wo reetgedeckte Häuser die Landschaft prägen, herrscht ganzjährig ein komplettes Feuerwerksverbot für Privatpersonen. Bei Verstößen drohen empfindliche Strafen von bis zu 50.000 Euro.