Standort-Aus: Konzern streicht Hunderte Stellen in Deutschland

Ein Bild von dem Inneren einer Maschinenhalle.
Symbolbild © imago/Daniel Scharinger

Ein großer dänischer Konzern plant die Schließung eines deutschen Werks und streicht deswegen Hunderte Stellen. Das Unternehmen will die Produktion nach Dänemark, Ungarn und Serbien verlagern.

Eine außergewöhnliche Entscheidung dieses dänischen Unternehmens erschüttert die deutsche Industrie. Der Konzern plant, seinen bedeutenden Standort in Wahlstedt, Schleswig-Holstein, zu schließen und streicht deswegen Hunderte Stellen. Diese Nachricht kommt für viele Betroffene überraschend und wirft eine Fülle von Fragen auf.

Dänisches Unternehmen entlässt 530 Mitarbeiter

Grundfos plant, innerhalb der nächsten drei Jahre schrittweise die Produktion an Standorte in Dänemark, Ungarn und Serbien zu verlagern. Dies tut das Unternehmen, um die langfristige Wettbewerbsfähigkeit seiner Produkte und Lösungen zu gewährleisten. Jedoch geht diese Entscheidung mit einem massiven Personalabbau einher, da das Unternehmen etwa 530 Arbeitsplätze mit der Aufgabe des Standorts in Schleswig-Holstein streichen will.

Während in den Medien darüber spekuliert wird, ob die hohen Energiepreise eine Rolle bei dieser Entscheidung spielen, gibt es dafür keine offizielle Bestätigung. Die sofortige Reaktion in der Belegschaft ist von Überraschung und Besorgnis geprägt, während auch lokale Behörden und Gewerkschaften besorgt sind. Stephanie Schmoliner, Geschäftsführerin der Gewerkschaft IG Metall Kiel-Neumünster, verurteilt die Entscheidung als „unverantwortlich“. Auch Ulrich Lüthje, stellvertretender Bürgermeister von Wahlstedt, zeigt sich schockiert über die Auswirkungen auf die Stadt und die lokale Wirtschaft. Der Verlust von 25 Prozent der Industrie-Arbeitsplätze und die Auswirkungen auf die Einnahmen aus der Gewerbesteuer stellen eine erhebliche Herausforderung dar.

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Konzern will den Angestellten faire Lösungen bieten

Grundfos versichert, dass sie gemeinsam mit dem Arbeitnehmerausschuss faire Lösungen für die von den Veränderungen betroffenen Angestellten suchen werden. Bent Jensen, ein Vorstandsmitglied des Unternehmens, betont die Wichtigkeit dieses Vorhabens für die langfristige Entwicklung der Firma. Er zeigt aber auch Verständnis für die Herausforderungen, die damit einhergehen. Die Schließung eines bereits etablierten Standorts und der Verlust von zahlreichen Arbeitsplätzen haben beträchtliche Auswirkungen auf die Industrie und die lokale Gemeinschaft. Die konkreten Folgen für die örtliche Wirtschaft und die Mitarbeiter bleiben abzuwarten.