Traditioneller Eishersteller schließt: Arbeiter gehen auf Barrikaden

Eine Auswahl an Eis Im Supermarkt.
Symbolbild © istockphoto/MosayMay

Ein Eisproduzent hat große Änderungen angekündigt. Der traditionelle Eishersteller muss sich nun den Protesten seiner Arbeiter stellen.

Wie Medien berichten, soll sich etwas Entscheidendes bei einem Eisproduzenten ändern. Der traditionelle Eishersteller muss nun mit der Kritik seiner Arbeiter umgehen.

Das sorgt für Aufregung

In Deutschland schließt ein bekannter Eisproduzent bald einen großen Standort. Der traditionelle Eishersteller beschäftigt zahlreiche Arbeiter, die nun auf die Barrikaden gehen. Im April teilte das Unternehmen bereits mit, dass der Standort bis Ende 2024 schließen soll. 150 Mitarbeiter sind von der Schließung betroffen.

Früher galt der Eishersteller Schöller mit Sitz in Nürnberg als einer der führenden der Branche. Mittlerweile existiert von der Kultmarke lediglich noch der Verwaltungsstandort in Nürnberg. Nun soll auch dieser bis Ende 2024 schließen. Der Standard gehört mittlerweile zum internationalen Speiseeishersteller Froneri.

Froneri Schöller schließt

Am 25. Mai 2023 gab es eine große Protestaktion der betroffenen Mitarbeiter am Nürnberger Standort. Der Konzern begründete die Entscheidung damit, dass die Standorte Nürnberg und Osnabrück zusammengeführt werden sollen, um so Doppelstrukturen zu vermeiden. Allerdings scheinen die Mitarbeiter die Entscheidung nicht mittragen zu wollen.

NGG-Regional-Geschäftsführerin Regina Schleser erklärte indessen, dass die Schließung des Werkes in Nürnberg nicht nachvollziehbar sei. Der Standort in Nürnberg diente bislang lediglich als Verwaltungszentrum. In Osnabrück hingegen befindet sich die Produktion. Jetzt sollen beide Standorte zusammengelegt werden.

Mitarbeiter in Aufruhr

Zwar gebe es bislang doppelten Strukturen, jedoch sei es laut Schleser auch möglich, diese umzustrukturieren oder abzubauen, ohne einen kompletten Standort zu schließen. Dies hätte auch weniger drastische Auswirkungen auf die Mitarbeiter.

So erklärte Schleser, dass die Tätigkeiten der Verwaltung auch ohne Probleme via Computer oder Telefon erledigt werden könnten. „Da spielt es keine Rolle, wie nah man an der Produktion ist“, ergänzte sie. Weiter kritisierte sie, dass der Standort in Osnabrück nicht tarifgebunden sei. Dass der traditionelle Eishersteller seinen Standort in Nürnberg schließen will, bringt die Arbeiter augenscheinlich in Rage.