Völlig neue Branche betroffen: Unternehmen meldet Insolvenz an

Geschäftsgebäude in der Stadt.
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Leider muss nun abermals ein langjähriges Unternehmen Insolvenz anmelden. Die aktuelle Krise macht auch vor dieser Branche keinen Halt mehr.

Erst diese Woche musste ein Möbelunternehmen verkünden, dass es dichtmachen wird. Und die Pleitewelle scheint nicht aufzuhören. Nun meldet das nächste Unternehmen eine Insolvenz an. Dabei war das Aus dieses Mal nicht abzusehen, denn eine völlig neue Branche ist nun betroffen.

Pleitewelle überall

Während es bei Mode- und anderen Einzelhandelsgeschäften ein wenig näher liegt, dass sie aktuell durch schwere Zeiten gehen, überrascht es umso mehr, dass nun dieses Unternehmen Insolvenz anmelden muss. Die Branche, aus der es stammt, blieb bisher vom Krieg in der Ukraine und der Coronapandemie nämlich weitestgehend verschont. Nun hat die Pleitewelle jedoch auch diesen Sektor erreicht.

Große Firmen entlassen sämtliche Mitarbeiter, Shopping-Malls schließen komplett. Den Leuten fehlt das Geld, und wenn sie welches haben, bestellen sie sich ihre Sachen inzwischen am liebsten im Internet. Das geht schneller und ist meistens auch noch kostengünstiger. Aber jetzt kommt ein Hammer: Demnach stellt ein Seniorenzentrum nun einen Insolvenzantrag. Eine Industrie, von der man anhaltenden – vielleicht sogar zunehmenden – Betrieb erwartet hätte.

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Unternehmen aus verblüffender Branche insolvent

Die Seniorenzentrum Wolfhagen gGmbH, Betreiber des im Bau befindlichen Seniorenzentrums in Guxhagen, musste jetzt einen Insolvenzantrag stellen. Diese Entwicklung wirft ernsthafte Fragen über die Fortführung der Einrichtung auf und lässt die betroffenen Senioren um ihre Zukunft bangen.

Die Wolfhagen gGmbH kann demnach keine klare Zusicherung für das Seniorenzentrum in Guxhagen geben. Unternehmer Frank Lengemann, der das Seniorenzentrum am Fuldaberg in der Nähe des Klosters Breitenau errichtet, hat auf Anfrage keine Stellungnahme abgegeben. Dafür gibt er persönliche Gründe an.

Sanierungen gescheitert

Durch in der Vergangenheit falsch gefällte Entscheidungen, so der Geschäftsführer der Wolfhagen gGmbH Klaus Tschentscher, könnte es nun dazu kommen, dass das Heim möglicherweise vollends schließen muss. Die frühere Geschäftsführung habe sich auf den Betrieb in Guxhagen eingelassen, was nach aktuellen Planungen jedoch nicht finanzierbar sei. Verhandlungen über außergerichtliche Sanierungsmöglichkeiten seien gescheitert, weshalb es zu dem Insolvenzantrag kam.