Wende: Deutschland wird den geplanten Kohleausstieg nicht schaffen

Kühlturm, der Gase aus einem Kohlekraftwerk emittiert
Symbolbild © imago/Nejc Gostincar

Die ehrgeizigen Pläne der Bundesregierung scheinen nicht aufzugehen. Somit wird Deutschland den Kohleausstieg nicht so schaffen, wie es angedacht war. Wie es weitergeht, erfährt man hier.

Die Pläne der Ampel-Regierung waren ehrgeizig. Jetzt ist es so gut wie offiziell: Sie sind gescheitert. Den berechneten Termin zum Kohleausstieg in Deutschland wird man nicht einhalten können. Wie sehen die Alternativen aus?

Ehrgeizige Pläne gescheitert

Kohle ist eine bedenkliche Art der Energieversorgung. Die Verbrennung setzt nicht nur etliche Treibhausgase wie CO₂ frei, sie verschmutzt auch die Luft. Die Schwefeldioxide, Stickoxide und Feinstäube führen unmittelbar zu Gesundheitsproblemen. Da ist es verständlich, dass Deutschland so schnell wie möglich den Kohleausstieg schaffen wollte. Leider ist die Regierung mit ihren Plänen gescheitert.

Eine wesentlich saubere Art der Energiegewinnung ist die Atomenergie. Erstaunlicherweise ist die Mehrheit der Deutschen sogar für Atomkraft. Wenn bei dieser Energiegewinnung allerdings etwas schiefgeht, sind die Folgen nicht mehr umkehrbar. Die Problematik der Atommüll-Endlager tritt erschwerend hinzu. Also wird die Atomkraft in Deutschland sehr wahrscheinlich keine zeitgemäße Alternative darstellen. Man wird wohl hierzulande noch ein einige Jahre mit Kohle heizen – denn den Kohleausstieg haben wir verpasst.

Lesen Sie auch
Entlastung: Steuerklassen für Millionen Bürger sollen wegfallen

Was sind die Alternativen?

Von einem Kohleausstieg bis 2030 hatte die aktuelle Bundesregierung geträumt. Wobei „geträumt“ nun ganz wörtlich genommen werden kann, da dieses Ziel in weitere Ferne gerückt ist. Insider sind sich sicher, dass wir auch im Jahr 2038 noch immer mit Kohle heizen werden, und das, obwohl es gesetzlich verboten sein wird. Aber Gesetze lassen sich bekanntlich ändern. Kommt Deutschland also wirklich in Richtung Zukunft nur derart stockend voran?

Die Studie, die jetzt diese enttäuschenden Ergebnisse offenlegte, kommt im Übrigen von einer unabhängigen englischen Beratungsfirma. Und diese kennt die zwei entscheidenden Ursachen dafür, warum Deutschland der rechtzeitige Kohleausstieg nicht gelingen wird. Das wäre zum einen unsere Haushaltsplanung, die auf die Bremse drückt. Denn Deutschland möchte sparen. Auf der anderen Seite schwächt der Ukraine-Krieg – so bedauerlich das auch ist – die Bundesregierung weiterhin ungemein.

Deutschland wird Kohleausstieg nicht schaffen

Da das günstige Erdgas aus Russland ausbleibt, schafft es die Ampel nicht, die deutschen Kohlekraftwerke zu Gaskraftwerken und schließlich zu Wasserstoffkraftwerken umzubauen. Der Zukunftswind scheint in Richtung Wasserstoff zu wehen. Leider fehlen der Bundesrepublik derzeit die Mittel, um das zu realisieren.