Edeka führt neues Limit bei Pfand ein – „Kunden gehen auf Barrikaden“

Flaschen-Abgabe am Pfandautomaten
Symbolbild © istockphoto/frantic00

Pfandflaschen zurückzubringen, gehört für viele genauso zum wöchentlichen Einkauf dazu wie das Bezahlen an der Kasse. Nun setzt ein Edeka-Markt in Berlin ein Limit für Pfand und verärgert damit einige Kunden. Eine Personengruppe ist davon besonders schwer betroffen.

Immer wieder ärgern sich Kunden über die verschiedensten Dinge im örtlichen Supermarkt oder Discounter. Dass nun auch die Pfandrückgabe dazugehört, ist neu. Auf Social Media machen einige Kunden ihrem Ärger darüber Luft, dass ein Berliner Edeka ein neues Limit für Pfand ansetzt, welches bei 40 Flaschen pro Tag und Haushalt liegt.

Bedrohung für die Lebensgrundlage von Pfandsammlern?

Im Internet werfen viele Kunden dem Supermarkt nun vor, Pfandflaschen-Sammlern und  ärmeren Menschen das Leben zu erschweren. Vor allem diejenigen, die auf das kleine Einkommen durch das Flaschensammeln angewiesen sind, sind von dieser umstrittenen Änderung betroffen.

Andere wiederum verweisen darauf, dass es Edeka mit dem neuen Limit darum geht, die Kunden zu animieren, Pfand regelmäßiger abzugeben und nicht alles auf einmal anzuschleppen. Manche sogenannte „Horter“ blockieren tatsächlich oft den Pfandautomaten. Dies ist ein Ärgernis, dass wohl ein jeder von uns kennt.

Streit um das neue Edeka-Limit für Pfand

So herrscht unter den Edeka-Kunden im Netz Uneinigkeit darüber, wie sinnvoll diese neue Regelung ist. Einige beharren darauf, dass das Pfandsystem nicht dafür erdacht wurde, anderen das Leben zu finanzieren. Dies sei nur ein „positiver Nebeneffekt“. Während andere Kommentierende hingegen meinen, dass Pfandflaschen-Sammler durch ihre Arbeit enorm zur Sauberkeit in Städten, Parks und auf deutschen Straßen beitragen.

Über die Intention des Supermarkts wird fleißig diskutiert und einige wollen dort sogar aus Prinzip nicht weiter einkaufen. Dass Edeka mit diesem Limit für Pfand lediglich die generelle Wartezeit am Pfandautomaten verringern will, halten viele für wahrscheinlich. Dazu äußerte sich Edeka und verwies darauf, dass viele Supermarkt-Kunden ihren Besuch tatsächlich nur dazu nutzen, Pfandflaschen wegzubringen und sich das Geld auszahlen zu lassen. Dadurch sei ein Kapazität-Limit schnell erreicht, wovon auch andere Kunden betroffen seien, so ein Edeka-Sprecher. Die neue Regelung diene dazu, in Stoßzeiten allen Kunden einen Einwurf ohne lange Wartezeit zu ermöglichen.