Kunden außer sich: Erster Supermarkt bietet Neues und Kostenloses an

Viele Kunden stehen draußen vor einem Supermarkt Schlange.
Symbolbild © istockphoto/Evelien Doosje

In diesem Supermarkt gibt es jetzt ein ganz frisches und sogar kostenloses Angebot. Das kommt aber nicht überall gut an. Viele Kunden sind regelrecht außer sich. Wie es dazu kommen kann, erfahrt ihr hier.

Wenn es etwas Neues gibt, das zudem noch umsonst ist, sollte man sich eigentlich freuen. In diesem Fall sieht das allerdings anders aus. Vermehrt macht sich Kritik an diesem Supermarkt breit, weil es hier etwas Kostenloses gibt.

Kostenloses Angebot im Supermarkt

So schlimm wie bei diesem Kunden, der wegen eines Etiketts ausrastete, ist es zum Glück nicht. Dennoch muss sich dieser Supermarkt derzeit viele kritische Stimmen anhören, und das, obwohl er etwas Neues und zudem Kostenloses anbietet. Komisch, denkt man sich da, wenn es einem nicht gefällt, kann man ja darauf verzichten. Das Problem ist jedoch nicht, was der Supermarkt jetzt in allen seinen Filialen anbietet, sondern wie. Denn diese Werbemethode von Rewe ist mehr als fragwürdig.

Bei der neuen, kostenlosen Sache handelt es sich gar nicht um ein Produkt, sondern viel mehr um eine Dienstleistung. Außerdem: So neu ist dieser Service gar nicht. Tatsächlich gibt es ihn bei Edeka bereits seit dem 1. Juli 2021. Rewe ist also ein wenig spät dran. Wie dem auch sei, die Bestrebungen des Supermarktes sind gewiss nicht verkehrt. Dennoch scheint irgendwas nicht ganz zu stimmen.

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Aktion stößt auf Kritik

Edeka hatte vorgelegt, mehrere Supermärkte haben nachgezogen: Es geht um den eBon. Was das ist? Um Papier zu sparen, kann jeder Kunde bei allen teilnehmenden Geschäften einen elektrischen Kassenzettel verlangen. Seit 2020 sind nämlich alle Supermärkte gesetzlich dazu verpflichtet, einen Bon auszustellen. Dadurch sollen Steuerhinterziehungen vermieden werden. Da das aber eine ganze Menge Papiermüll verursacht, hatte Edeka als Erstes die Idee des sogenannten eBons. Der digitale Kassenzettel wird einem auf Wunsch per E-Mail zugeschickt oder er erscheint in der App des jeweiligen Supermarktes.

Paradox

Nun ist Rewe etwas spät dran mit seinem „neuen“ Angebot. Aber ist das so schlimm, dass es schon wieder einen Shitstorm auslösen musste? Die Aktion war schon mehr als denkwürdig. Denn für das umweltfreundliche Projekt des eBons warb Rewe auf einem Zettel. Dieser wurde vergangenes Jahr zu jedem Kassenzettel mit dazu gegeben, sodass Kunden plötzlich doppelt so viel Papier in der Hand hielten. Auf dem Werbezettel stand dann: „Der Umwelt zuliebe. Nimm den eBon.“ Auf Papier gegen Papier zu werben, ist paradox und leider sehr ungeschickt. Diese Aktion ist jetzt zum Glück vorbei. Und endlich gibt es den eBon auch bei Rewe.