„Ära endet“: Kaufland schließt reihenweise Filialen in Deutschland

Eine geschlossene Kaufland-Filiale, was man daran erkennt, dass die Lichter aus sind und keine Waren und Schilder vor dem Eingang stehen. Auch der Parkplatz ist leer. Auf diesem steht kein einziges Auto.
Symbolbild © istockphoto/Cristi Croitoru

Die bekannte Kette Kaufland schließt mehrere Filialen in Deutschland. Die ersten Standorte sollen bereits im Juni ihre Türen für immer schließen. Viele Mitarbeiter sorgen sich um ihre Zukunft.

Kaufland schließt zahlreiche Filialen in Deutschland. Insbesondere in Nordrhein-Westfalen sind die Kunden stark betroffen, da dort die ersten Läden bereits im Juni endgültig schließen werden.

Sowohl Kunden als auch Mitarbeiter sind besorgt

Seit seiner Gründung im Jahr 1968 hat sich Kaufland fest im deutschen Einzelhandel etabliert. Die Supermarktkette, die zur Schwarz Gruppe gehört und mehr als 132.000 Angestellte zählt, ist für viele Kunden nicht bloß ein Ort zum Einkaufen, sondern ein vertrauter Bestandteil ihres Alltags.

Doch nun steht möglicherweise ein Abschnittsende bevor, denn im vergangenen Jahr kündigte die Supermarktkette an, mehrere Filialen zu schließen. Besonders stark betroffen ist das Ruhrgebiet, das den Verlust beliebter Standorte wie der Filiale im Ruhr Park Bochum hinnehmen muss. Die Schließungswelle hat nun Fahrt aufgenommen und die Kunden sind besorgt. Die Filiale in Siegen wird bereits im Juni geschlossen, gefolgt von weiteren Standorten wie Dortmund-Mengede im März 2025 und dem Palais West in Recklinghausen im gleichen Jahr.

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Supermarktkette muss weiterhin drastische Maßnahmen ergreifen

Die Ankündigung dieser Schließungen wirft viele Fragen auf, insbesondere was die Zukunft der Angestellten betrifft und warum solch drastische Maßnahmen ergriffen werden. Einige sind besorgt, dass finanzielle Probleme hinter den Entscheidungen stecken könnten. Doch ein Vertreter von Kaufland betont, dass die Schließungen nichts mit der Attraktivität der Standorte zu tun hätten. Dennoch sind die Kunden besorgt und fragen sich, ob weitere Filialen betroffen sein könnten. Kaufland betreibt in Nordrhein-Westfalen über 140 Geschäfte, aber die Zukunft bleibt unsicher. Die Mitarbeiter sollen jedoch „geeignete Lösungen für eine Weiterbeschäftigung“ angeboten bekommen.

Für viele langjährige Kunden von Kaufland bedeuten diese Schließungen das Ende einer Ära. Während einige Geschäfte schließen, bleibt die Frage nach dem Schicksal der verbleibenden Filialen und Mitarbeiter offen. Die Veränderungen im Einzelhandel beleuchten die sich wandelnde Landschaft des deutschen Handels.