Ansage: In Supermärkten wird ganze Lebensmittel-Abteilung teurer

Frau schiebt Einkaufswagen durch den Supermarkt.
Symbolbild © istockphoto/Vera_Petrunina

Die Inflation sank zuletzt leicht ab. Trotzdem soll jetzt in Supermärkten eine ganze Lebensmittel-Abteilung wieder teurer werden. Die Aussichten auf Schnäppchen stehen derzeit eher schlecht für Verbraucher.

In den Supermärkten soll jetzt eine ganze Lebensmittel-Abteilung teurer werden, heißt es in Berichten. Damit haben die Verbraucher kaum Aussichten darauf, in Zukunft beim Einkaufen von Lebensmitteln zu sparen.

Inflation sinkt, Preise bleiben hoch

Im April sank die Inflationsrate in Deutschland auf 7,2 Prozent ab. Im Vormonat betrug die Inflationsrate noch 7,4 Prozent und lag damit bereits leicht unter den Werten von Januar und Februar. In diesen beiden Monaten lag die Inflationsrate mit einem Wert von 8,7 Prozent sehr hoch. Dennoch bleiben in einer bestimmten Abteilung die Preise in den Supermärkten hoch.

Ruth Brand, Präsidentin des Statistischen Bundesamtes, erklärt dazu: „Die Inflationsrate hat sich abgeschwächt, bleibt jedoch auf einem hohen Niveau. Für die privaten Haushalte fielen im März die erneut höheren Preise für Nahrungsmittel besonders ins Gewicht.“ Das könnte laut Medienberichten auch so bleiben.

Lebensmittel auf Preishoch

Während in manchen Bereichen die Preise sinken, bleiben die Lebensmittel preislich auf einem hohen Niveau, heißt es in Berichten. Besonders Gemüse soll weiterhin als Inflationstreiber gelten. Verglichen zum Vormonat sind die Lebensmittelpreise demnach um 17,2 Prozent gestiegen. Damit liegen die Nahrungsmittelpreise bei über zwanzig Prozent mehr je Monat, gemessen seit September 2022.

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Obst und Gemüse sind verglichen zum Vorjahresmonat um 17,7 Prozent gestiegen. Damit ist es wahrscheinlich, dass in den Supermärkten eine ganze Lebensmittel-Abteilung weiterhin teurer wird. So erwarten Experten weiterhin Preissteigerungen in der Gemüse- und Obstabteilung.

Das Wetter ist schuld

Supermärkte und Discounter halten aktuell offenbar an den hohen Obst- und Gemüsepreisen fest. Schuld daran sollen Kälte- und Hitzewellen sein. Zudem gebe es nur geringe Lagerbestände und es bestehe außerdem eine schwankende Qualität bei den vorhandenen Produkten. Dies erklärte die Agrarmarkt-Informations-Gesellschaft (AMI).

Bei zahlreichen Lebensmitteln aus dem Gemüse- und Obstsegment seien jetzt die Folgen des Hitzesommers 2022 zu spüren. Bei anderen Produkten aus diesem Bereich seien die Auswirkungen des regnerischen März spürbar. Mit rasch sinkenden Preisen für Obst und Gemüse ist also in naher Zukunft nicht zu rechnen.