Aus droht: Deutsches Traditionsunternehmen überraschend insolvent

EIne Frau in Winterjacke mit schwarzer Tasche steht vor einem Geschäft in der Stadt. In dem Laden werden Schuhe und Taschen verkauft. An dem Schaufenster des Schuhladens hängt ein Sale Schild.
Symbolbild © istockphoto/Krezofen

Das ist mehr als unerwartet: Ein Traditionsunternehmen ist nun überraschend insolvent. Der Insolvenzprozess läuft, doch bislang ist unklar, was aus den über hundert Mitarbeitern der Firma wird.

Die Pleitewelle aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Situation nimmt kein Ende. Jetzt ist ein weiteres Traditionsunternehmen überraschend insolvent gegangen. 110 Mitarbeiter bangen um ihre Zukunft.

Keiner weiß, was aus den Mitarbeitern wird

Seit einiger Zeit haben es Unternehmen in Deutschland schwer, sich über Wasser zu halten. Die Energiekosten sind in die Höhe geschossen und auch in zahlreichen anderen Bereichen hat die Inflation keinen Halt gemacht. Dazu kommen die immens gestiegenen Personalkosten, die sich Unternehmen bei zeitgleich oft zurückgegangener Auftragslage erst einmal leisten können müssen.

Da viele Firmen das nicht mehr stemmen können, liest man aktuell gefühlt täglich von einer neuen Insolvenz. So hört die Pleitewelle auch im Monat Mai nicht auf. Denn nun ist überraschend ein Traditionsunternehmen im Bereich des Online-Versandhandels insolvent gegangen. Dabei handelt es sich um die Livario GmbH, welche sich auf den Verkauf von Dirndl, Kostümen und Partyartikeln spezialisiert hat. Mit zahlreichen Onlineshops wie party.de, kostüme.de und dirndl.com ist der Konzern Marktführer in dem Bereich. Doch der Höhenflug könnte jetzt ein rasches Ende nehmen.

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Der Fall des Unternehmens ist tief

Der Versandhändler aus Lüneburg schwächelt Medieninformationen zufolge seit der Corona-Krise. Mit der Energiekrise und zahlreichen weiteren aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen hat die Firma schließlich ihr Limit erreicht. Die Inhaber können ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen und so wurde das Traditionsunternehmen Anfang Mai überraschend als insolvent gemeldet. Zuständig für den Antrag ist das Amtsgericht in Lüneburg.

Aktuell versucht eine Insolvenzverwalterin, das Beste aus der Situation zu machen. Sie ist davon überzeugt, dass sie das Unternehmen stabilisieren und retten kann. Deshalb wird aktuell der gesamte Betrieb saniert. Die Löhne der aktuell 110 Angestellten können laut ihrer Aussage noch bis Juni gezahlt werden, was danach passiert, ist bislang allerdings unklar. Die Zukunft der Mitarbeiter hängt vom Erfolg des Sanierungsverfahrens ab und so bleibt den Betroffenen aktuell nur die Hoffnung, dass sich das Ruder noch einmal herumreißen lässt.