Durchgesickert: Preisbremse für Döner soll in Deutschland kommen

Eine männliche Hand hält einen frisch zubereiteten Döner Kebab im Fladenbrot in der Hand. Mit der anderen Hand platziert der Mann in einer Zange eine saftige Tomatenscheibe in dem Döner.
Symbolbild © istockphoto/kzenon

Er ist hierzulande mittlerweile ein Grundnahrungsmittel. Deshalb soll für Döner jetzt auch in Deutschland eine Preisbremse kommen. Das dürfte in großen Teilen der Bevölkerung auf Begeisterung stoßen.

Das sind doch mal politische Maßnahmen, mit denen die Menschen auch wirklich etwas anfangen können. Es gibt nun ernsthafte Überlegungen dazu, in Deutschland eine Preisbremse für Döner umzusetzen. Das sei auch bitternötig, sagen viele.

Maßnahme stößt auf Begeisterung

Döner sind Kult. Eng mit der Geschichte der Einwanderung von Gastarbeitern in den 1960er- und 1970er-Jahren verknüpft, avancierte das leckere Fladenbrot innerhalb weniger Jahre zu einem Lieblingsessen der Deutschen. Bei den aktuellen Preisen stößt der eine oder andere aber leider auf. Längst nicht jeder kann sich noch einen Kebab leisten. Umso willkommener sind da die Forderungen dieser Partei. Wenn es nach ihr ginge, würde in Deutschland bereits morgen die Döner-Preisbremse gelten. Vor allem Kinder und Jugendliche dürfen jubeln. Denn nach den neuen Plänen soll ein Schüler-Döner so günstig wie im letzten Jahrhundert werden.

Der Mythos besagt, dass Kadir Nurman 1972 in West-Berlin den Döner „erfand“. Das wird wohl eine Legende bleiben, aber klar ist, dass uns die türkische Einwanderung den Döner brachte, auch wenn er in Deutschland mit Salat und Soße serviert wird. Denn in der Türkei isst man das Fladenbrot ursprünglich nur mit Fleisch und Zwiebeln – was ein wenig zu trocken für die deutschen Gaumen war, wie sich herausstellte.

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Döner-Preisbremse für Deutschland

Doch der Gaumenschmaus ist in der Vergangenheit viel zu teuer geworden, da stimmen eigentlich alle überein. Die gestiegenen Dönerpreise stehen für viele Deutsche sogar symbolisch für die höheren Kosten unseres heutigen Lebens. Früher gab es Döner für drei Euro, dann für fünf Euro. Heute gelten sechs Euro bereits als Schnäppchen. In der Dönerbude von Lukas Podolski kostet ein Döner 7,90 Euro – was inzwischen leider Standard ist. Deshalb fordert Die Linke nun auch zurecht die erste Döner-Preisbremse in Deutschland. Aber wie billig soll der Döner werden?

Obwohl die Inflation ihren vorläufigen Höhepunkt hinter sich hat, sinken die Preise nicht. Und das werden sie in nächster Zeit auch nicht, da sind sich eigentlich alle Experten einig. Die Kunden hätten sich an die Preise gewöhnt, diesen Vorteil wollen die Händler nicht aufgeben. Um also den Dönerpreis wieder auf fünf Euro zu senken, müsste der Staat hinzuzahlen. Das ist die Idee der Linken: Dönergutscheine, mit denen jeder pro Woche einen Fünf-Euro-Döner bekommt. Für Schüler soll der Kebab nur 2,50 Euro kosten. Die Idee ist an sich schön, aber über deren Umsetzung lässt sich noch diskutieren.