Experten sicher: Bloß nicht den eigenen Rasen im Mai mähen

Rasenmäher im Garten.
Rasenmähen sollte man nur zu bestimmten Zeiten.

Diesen Frühling herrscht unter Garten-Experten Einigkeit. Es wird geraten, den eigenen Rasen im Mai nicht zu mähen, sondern stattdessen der Natur freien Lauf zu lassen.

Ein schöner Rasen will gepflegt sein, doch übertreiben sollte man es dabei nicht. Dies sagen zumindest Garten-Experten, die nun dazu raten, den heimischen Rasen im Mai bloß nicht zu oft zu mähen, um so die lokale Flora und Fauna zu schützen. Betitelt wird das ganze Unterfangen recht passend mit „No Mow May“.

Verzichte im Mai auf das Rasenmähen: Willkommen beim „No Mow May“

Unter versierten Gärtnern und Floristen gilt das regelmäßige Mähen des eigenen Rasens im Mai normalerweise als unerlässliche Pflicht. Besonders jetzt in der Frühlingszeit, wenn das Wetter dafür ideal ist. Es fördert nicht nur die Schönheit des eigenen Gartens, sondern trägt auch zum dichten Wachstum der Rasenfläche bei.

Nun entsteht in den USA und England allerdings eine Art Gegenbewegung namens „No Mow May“, die sich genau das Gegenteil auf die Fahnen geschrieben hat. Ihr Ziel: Rasenflächen, Wiesen und Gärten so wenig wie möglich zu schneiden und zu mähen, um die Natürlichkeit des Grüns und die Insektenpopulation zu fördern.

Auch in Deutschland wird das „Nicht-Mähen“ immer populärer

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Dieses Jahr hat die Deutsche Gartenbau-Gesellschaft 1822 („DGG 1822“) nun auch in Deutschland offiziell den „Mähfreien Mai“ ausgerufen. Den eigenen Rasen im Mai nicht zu mähen und stattdessen den Rasenmäher ruhen zu lassen, lautet dabei das Motto.

Als Übergang zur Sommerzeit ist der Mai besonders wichtig für die ökologische Vielfalt in deutschen Gärten. Ein gemähter Rasen bietet dafür jedoch wenig Nährboden. Experten raten deshalb dazu, im Mai auf das Schneiden von wilden Blumen und vermeintlichem Unkraut wie Löwenzahn zu verzichten, um Insekten nicht ihrer wichtigen Nahrungsquelle zu berauben.

Artenschutz im heimischen Garten durch einfachen Rasenmäh-Verzicht

Im Mai kann der Verzicht auf das Mähen des eigenen Rasens, insbesondere mit einem Rasenmäher, demnach eine wichtige Rolle im Schutz der überwinternden Insekten, Igel und sogar Vögel spielen. Eine umweltfreundliche Methode, um Unkraut zu bekämpfen, ist zudem die Verwendung von Eierschalen.

Selbst mit nur wenigen Quadratmetern Wildwiese kann man dazu beitragen, heimische Insekten zu unterstützen. Hat man keinen eigenen Garten, kann man alternativ auf dem Balkon Pflanzen wie Klatschmohn, Lavendel oder Johanniskraut anbauen. Auf diese Weise leistet man einen wertvollen Beitrag zur Natur und unterstützt die Artenvielfalt.