Fehler: Millionen Sparkassen-Kunden bekommen Geld aufs Konto

Eine Sparkassenfiliale von außen.
Symbolbild © istockphoto/Wirestock

So mancher kann sich wohl schon bald freuen, denn wegen eines Fehlers erhalten zahlreiche Sparkassen-Kunden womöglich Geld auf ihr Konto zurück. Dies ist das Resultat einer Klage, die vor Gericht gegen die Bank eingereicht wurde.

Der Fehler wiegt schwer und so erhalten Millionen Sparkassen-Kunden wohl bald Geld auf ihr Konto zurück. Wir erklären, was es damit auf sich hat.

Urteil: Sparkasse muss zahlen

Die Berliner Sparkasse steht nach einem Urteil des Berliner Kammergerichts in der Kritik, weil sie offenbar seit 2016 die Gebühren für Girokonten ohne ausdrückliche Zustimmung ihrer Kunden erhöht hat. Damit beging sie einen großen Fehler, über den sich jetzt die Sparkassen-Kunden freuen dürfen, denn sie erhalten wohl bald Geld auf das Konto zurück.

Die Verbraucherzentrale Bundeszentrale (VZBZ) hatte damals eine Klage gegen die Bank eingereicht, der sich über 1.200 Kunden anschlossen. Nun hat das Kammergericht entschieden, dass die Praxis der Berliner Sparkasse, Gebühren ohne aktive Zustimmung der Kontoinhaber zu erhöhen, unzulässig ist. Insbesondere die eigenmächtige Erhöhung der monatlichen Gebühr für das „Girokonto Comfort“, später umbenannt in „Giro Pauschal“, um drei Euro wurde als unzulässig eingestuft.

Lesen Sie auch
Hohe Temperaturen: Beliebter Saft soll bald richtig teuer werden

Kunden sollten Ansprüche prüfen

Das Urteil eröffnet den betroffenen Kunden die Möglichkeit, von der Berliner Sparkasse Rückzahlungen zu fordern. Die Verbraucherschützer der VZBZ sehen darin eine wichtige Entscheidung zum Schutz der Verbraucher. Rückzahlungsansprüche, die vor 2018 entstanden seien, gälten derzeit als verjährt, so das Gericht. Die VZBZ plant jedoch, Berufung einzulegen, um dieses Urteil anzufechten und eine höhere Rückzahlung von Kontoentgelten zu erwirken.

Das Urteil ist bisher nicht rechtskräftig und wird voraussichtlich vor den Bundesgerichtshof gehen. Die VZBZ beabsichtigt, gegen das Urteil Revision einzulegen, um die Interessen der Kunden zu wahren und eine gerechtere Lösung zu erzielen. Damit könnte das Rad sich zwar weiter drehen, dennoch könnten durch den Fehler viele Sparkassen-Kunden ihre Gebühren für ihr Konto zurückerhalten. Allerdings bleibt die endgültige Entscheidung durch den Bundesgerichtshof, sollte das Urteil so weit kommen, weiterhin abzuwarten.