Hamster-Anstürme erwartet: Lebensmittelpreise sollen wohl steigen

Eine Frau steht vor einem Regal mit Toilettenpapier und Kosmetiktüchern. Im Vordergrund steht ein Einkaufswagen mit viel Toilettenpapier.
Symbolbild © imago/Geisser

Erneut erwarten die Discounter regelrechte Hamster-Anstürme, denn wieder einmal sollen die Lebensmittelpreise wohl steigen. Worauf die Kunden sich jetzt einstellen müssen, erfährt man in diesem Artikel.

Und die nächste schlechte Nachricht ereilt die Verbraucher in Deutschland: Die Lebensmittelpreise sollen wohl wieder einmal steigen. Discounter rechnen sogar mit Hamster-Anstürmen, denn viele Kunden werden wohl vorher noch einmal richtig einkaufen gehen. Die Verbraucherzentrale sieht den Preisanstieg jedoch ganz anders.

Lebensmittelpreise steigen – Inflation sinkt

Obwohl die Inflation im Januar 2024 mit einem Plus von 2,9 den niedrigsten Wert seit Juni 2021 erreicht hat, reißen die Meldungen um Preiserhöhungen nicht ab. Ganz im Gegenteil: Wieder haben einige Hersteller angekündigt, die nächste Runde für Preisverhandlungen mit den Discountern einzuleiten. Grund sollen auch hier wieder die gestiegenen Energie- und Rohstoffkosten sein. Und nicht nur das: Aufgrund des Klimawandels soll es beispielsweise bei Kaffee, Kakao und Olivenöl zu Engpässen kommen, da die Folgen des Wandels negativen Einfluss auf die Ernten haben.

Verbraucherzentrale schlägt Alarm

Obwohl diese Argumente für uns Laien zunächst plausibel klingen und wir die Preiserhöhungen zähneknirschend hinnehmen, schlägt die Verbraucherzentrale Alarm. Die Chefin des Verbraucherzentrale-Bundesverbands (vzbv), Ramona Pop, hat gar kein Verständnis für die Preissteigerungen. Ganz im Gegenteil: Die Energiekosten zum Beispiel seien gesunken, ebenso wie die Inflation. Dass die Händler die Preise trotzdem erhöhen, sieht Pop als Missbrauch der Marktmacht an. Da die Preiserhöhung bei den Lebensmitteln als „Preistreiber“ für die Inflation gilt, sieht die Verbraucherschützerin darin ein großes Problem.

Sie fordert die Bundesregierung zum sofortigen Handeln auf und schlägt einen Preisgipfel für Lebensmittel vor. Sowohl die Regierung als auch die Hersteller und die Bauern seien verantwortlich dafür, dass die Marktmacht nicht missbraucht wird. Zwar treffe die Teuerung alle Verbraucher sehr, doch gerade die finanziell schwachen Menschen leiden unter dieser Situation besonders. Daher fordert die Verbraucherschützerin eine Einmalzahlung als Entlastung für die betroffene Personengruppe. Die Inflation ist für alle Menschen ein Problem, doch dies müsse man laut Pop nicht noch weiter vorantreiben, indem die Lebensmittel unnötigerweise verteuert werden.