Hersteller verschwindet einfach: Produkte fehlen bald bei Aldi

Eine Aldi-Filiale in einem großen Haus aus Glas.
Symbolbild © istockphoto/Anne Czichos

Ein weiterer Hersteller macht sich jetzt aus dem Staub. Beim Discounter Aldi wird schon bald eine ganze Reihe an beliebten Produkten fehlen.

Dass es bei der Verfügbarkeit von diversen beliebten Artikeln seit Monaten Probleme gibt, ist nichts Neues. Die Inflation und Lieferstopps machen den wöchentlichen Einkauf zurzeit zu einer Art Glücksspiel. Die Zeiten, in denen alles erhältlich ist, scheinen vorbei zu sein. Jetzt verschwindet ein Hersteller komplett – und das hat enorme Auswirkungen. Bei Aldi werden schon bald viele Produkte fehlen.

Viele Produkte wird es nicht mehr geben

Zwar hat der beliebte Discounter eben erst eine Idee vorgestellt, um den leeren Regalen in seinen Filialen zu begegnen. Ob das die horrenden Lieferstopps kompensieren kann, bleibt jedoch abzuwarten. Nun meldet sich der nächste Hersteller mit schlechten Neuigkeiten – oder besser gesagt: Er verabschiedet sich. Das Unternehmen verlässt Europa nämlich fast komplett. Neben Aldi könnte sich so auch in anderen Märkten wie Rewe und Kaufland das Angebot lichten.

Die schlechte Nachricht trifft dieses Mal alle Salat-Fans: Sämtliche Salate und Kräuter eines bestimmten Herstellers werden jetzt aus den Supermarkt-Filialen verschwinden, denn das Unternehmen zieht sich fast vollständig aus Europa zurück. Der Hersteller, um den es geht, heißt Infarm. Er hat sich auf vertikale Landwirtschaft spezialisiert und sein Hauptgeschäft besteht darin, Salate und Kräuter in geschlossenen, kontrollierten Umgebungen wie beispielsweise Gewächshäusern oder speziell angefertigten Modulen anzubauen. Das Besondere an dem Unternehmen Infarm ist es, dass es die landwirtschaftliche Produktion direkt in städtische Gebiete bringt, indem es seine Anlagen in Supermärkten, Restaurants und anderen Einzelhandelsstandorten installiert.

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Verschwindet aus Europa

Obwohl die Produkte hierzulande fast überall erhältlich waren, sagt der Vertical-Farming-Spezialist nun „Auf Wiedersehen“. Fehlende Umsätze lassen dem Unternehmen keine andere Wahl. Man kannte die frischen Kräuter und Salate aus Aldi-Filialen sowie aus den Geschäften von Edeka, Rewe und Kaufland. Sogar IKEA hatte im vergangenen Jahr eine Testphase gestartet. Vergeblich, wie es scheint. Den superfrischen Service wird es in Deutschland ab sofort nicht mehr geben. Infarm wird sich stattdessen auf sein Geschäft außerhalb von Europa konzentrieren und hofft dort auf niedrigere Energiepreise und somit höhere Erfolgschancen.