Kahlschlag kommt: Galeria-Kaufhof muss fast alle Filialen schließen

Die Schaufenster sind mit Rabattaplakaten und Ausverkauf-Schildern verhangen. Auf dem maroden Gebäude prangt das Logo der Galeria Kaufhof im klassischen Grün.
Symbolbild © istockphoto/FooTToo

Schon lange ist bekannt, dass es um Galeria Kaufhof nicht gut steht. Doch jetzt kommt der Kahlschlag. Offenbar müssen schon bald fast alle Filialen dichtmachen. Das steckt hinter der Schocknachricht.

Galeria Kaufhof schreibt schon lange keine schwarzen Zahlen mehr. Aber dass es so schlecht um das Unternehmen steht, dürfte dennoch viele Menschen schocken. Nun kommt der Kahlschlag und man geht davon aus, dass bald fast alle Filialen schließen müssen.

Auch neuer Investor kann Unternehmen kaum retten

92 Filialen – so viele gibt es noch von Galeria Karstadt. Erst vor Kurzem gab es für das Traditionsunternehmen zudem einen neuen Investor, der dem angeschlagenen Haus unter die Arme greifen will. Allerdings halten Experten dieses Vorhaben für unrealistisch und glauben, dass ein Kahlschlag sicher ist. Sie rechnen damit, dass am Ende von 92 Filialen nur noch knapp 20 übrig bleiben werden.

Die Experten sind sich sicher, dass der Kahlschlag kommt, nachdem eine gewisse Übergangszeit eingehalten wurde. Denn es ist sehr wahrscheinlich, dass die Verantwortlichen am Ende nur jene Filialen weiter betreiben, die auch wirklich Profit einbringen. Das bedeutet im Klartext, dass insbesondere Filialen in kleineren Städten von den Schließungen betroffen sein werden.

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Offiziell will der Insolvenzverwalter Stefan Denkhaus erreichen, dass mindestens 60 der Filialen von Galeria Kaufhof durch den neuen Investor übernommen werden. Dass ein Kahlschlag zu erwarten ist, davon erzählt er vorerst nichts. Der Chef von Galeria Kaufhof namens Olivier Van den Bossche will bald den neuen Investor präsentieren. Wer genau das sein wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht bekannt.

Das sagen Experten jetzt

Trotz der zunächst positiv wirkenden Entwicklungen sind sich die Experten sicher, dass bald der Kahlschlag kommt. Denn auch der neue Investor könne es nicht schaffen, Galeria Kaufhof zu retten. Dafür sind viele Filialen einfach schon zu stark angeschlagen. Und insbesondere in den kleineren Städten sind Geschäfte wie diese nicht mehr profitabel. Helfen könnten hier unter anderem ein Umbau der einzelnen Geschäfte sowie ein neues Konzept, allerdings ist das schwierig umzusetzen. Die Zukunft für Galeria Kaufhof ist damit weiterhin ungewiss.