Knapp 7 Euro: Neues Produkt wird im Supermarkt völlig teuer

Eine Kundin kontrolliert ihr Geld im Portemonnaie in einem Supermarkt
Symbolbild © istockphoto/Halfpoint

Für knapp 7 Euro wird dieses Produkt im Supermarkt verkauft. Die Verbraucher vermuten eine Betrugsmasche und sind deswegen nun vorsichtiger.

Die Inflation hat die gesamte Wirtschaft fest im Griff. Auch die Kosten für Nahrungsmittel steigen aus diesem Grund kontinuierlich an. So müssen Kunden für ein gängiges Produkt mittlerweile 7 Euro im Supermarkt bezahlen. Der Preis blieb zwar gleich, dennoch wittern viele Kunden eine Betrugsmasche.

Kleinere Verpackungen für Kunden im Supermarkt

Nach Angaben der Verbraucherzentrale Hamburg hat die Firma Costa Meeresspezialitäten GmbH & Co. KG die Größe ihrer Wildlachsfilets von 250 Gramm auf 200 Gramm reduziert. Trotz dieser Verkleinerung blieb der Preis mit 6,89 Euro unverändert. Dies bedeutet einen Preisanstieg von satten 25 Prozent. Kunden haben die Verbraucherzentrale auf diese Irreführung aufmerksam gemacht, nachdem sie das Tiefkühlprodukt in einem Edeka-Supermarkt erworben hatten.

Costa versucht nun, sich in Bezug auf diese Mogelpackung zu verteidigen. Der Hersteller erklärt, dass Anpassungen der Füllmengen und teilweise der Preise bei den Produkten unumgänglich seien, um sie weiterhin in der gewohnt hohen Qualität anbieten zu können. Dies gab das Unternehmen gegenüber der Verbraucherzentrale an.

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Deswegen sollten Verbraucher stets die Verpackungen überprüfen

Costa rechtfertigt diese Maßnahme mit der Zunahme der Preise: „Die Beweggründe für diese Aktion basieren auf der ökonomischen Notwendigkeit angesichts der drastischen Steigerung der Rohstoffkosten und der Wechselkursveränderungen zwischen dem Euro und dem Dollar weltweit.“ Die Verbraucherzentrale verweist neben dem Lachs auch auf andere Produkte von Costa, die ebenfalls in der Größe reduziert wurden. Der Hersteller betont dabei jedoch, dass er die Kunden immer benachrichtige, wenn es Veränderungen an den Verpackungen gebe.

Obwohl dies beim Lachs nicht der Fall war, hat Costa eine Erklärung dafür. Laut dem Hersteller war es demnach aus zeitlichen Gründen nicht möglich, bei drei Lachs- bzw. Wildlachsprodukten die Verpackung anzupassen. Die Verbraucherzentrale vermutet auch bei fünf weiteren Costa-Produkten eine Mogelpackung, da hier ebenfalls die Verpackungen kleiner wurden, während der Preis gleich blieb. Dieses Vorgehen wird auch als „Shrinkflation“ bezeichnet. Wenn du in Zukunft Lachs kaufst, solltest du also darauf achten, was du für dein Geld bekommst.