Nach 700 Jahren: Traditionsbäckerei muss Filialen schließen

Frisch gebackenes Brot in einer Auslage im Supermarkt. Eine Bäckereikette ist pleite und muss etliche Standorte schließen.
Symbolbild © istockphoto/LightFieldStudios

Es ist eine traurige Nachricht, die derzeit die Runde macht: Eine Traditionsbäckerei muss nun mehrere ihrer Filialen schließen.

Immer wieder mussten in den vergangenen Monaten traditionelle Geschäfte und Supermärkte schließen. Teilweise über Jahrzehnte hinweg als Familienbetriebe geführt, sahen diese Unternehmen keinen anderen Ausweg mehr, als dichtzumachen. Auch eine alte Traditionsbäckerei geht nun diesen Weg.

Bauernbrote in Öko-Qualität

Die Rede ist von der Hofpfisterei. Die beliebte Traditionsbäckerei produziert seit mehr als 700 Jahren Bauernbrote in Öko-Qualität. Damals, als man noch nicht einmal wusste, was das Wort „Bio“ überhaupt bedeutet, waren sie bereits ganz vorn mit dabei. Doch damit ist jetzt Schluss. Allein in München musste das Unternehme nun drei seiner insgesamt 88 Filialen schließen. So gibt es in der Müllerstraße, der Hohenzollernstraße und der Barer Straße künftig kein Bio-Brot von der Hofpfisterei mehr zu kaufen. Weitere Schließungen sind laut dem Unternehmen bereits geplant.

Insgesamt betreibt die Traditionsbäckerei in ganz Deutschland 157 Geschäfte. Und genau diese stehen jetzt unter einem ganz genauen Prüfstand. In den Medien erklärte das Unternehmen, dass man sich nun jeden Standort ganz genau ansehe und überlege, ob dieser noch wirtschaftlich rentabel sei. Sollte das nicht der Fall sein, schließt die Traditionsbäckerei die Fililale.

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Personalmangel großes Problem für Traditionsbäckerei

Ein großes Problem der Hopfpfisterei scheint dabei vor allem der Mangel an Personal zu sein. Um dieses Problem zu lösen, sollen nun jene Mitarbeiter, welche an den eher schwächeren Standorten arbeiten, in größere Filialen versetzt werden. So wolle man garantieren, dass zumindest diese Filialen der Traditionsbäckerei weiterhin bestehen können und auch regulär geöffnet sind.

Ein Grund für den Mangel an Arbeitskräften könnte vor allem das niedrige Gehalt sein, welches man als ausgebildeter Bäckereifachverkäufer erhält. Dieses liegt derzeit bei gerade einmal 1.921 Euro brutto monatlich. In fast allen anderen Branchen verdient man deutlich mehr, selbst wenn in einigen Bundesländern wie Bayern mehr Gehalt gezahlt wird.