Nächste Kette pleite: Knapp 300 Filialen müssen wohl schließen

Ein Laden hat ins Schaufenster die Schrift
Symbolbild © istockphoto/Heiko119

Die nächste deutsche Kette ist pleite und etwa 300 Filialen des Unternehmens müssen ihre Türen für immer schließen. Es ist bereits das zweite Mal, dass dieses bekannte Unternehmen Insolvenz anmeldet. 

Es ist ein trauriger Tag für Süßigkeitenliebhaber, Kaffeegenießer und Teefreunde: Diese deutsche Kette ist pleite und 300 Filialen des Unternehmens müssen schließen. Drei angesehene deutsche Fachgeschäfte, die sich auf die Verführungen von Naschereien, Kaffee und Tee spezialisiert haben, sehen sich erneut einer existenzbedrohlichen Situation gegenüber.

1.200 Mitarbeiter stehen vor einer unsicheren Zukunft

Die Hussel GmbH, J. Eilles GmbH & Co. KG und die Arko GmbH haben innerhalb kurzer Zeit zum zweiten Mal Insolvenz angemeldet. Damit stehen knapp 300 Filialen dieser Kette, die nun pleite ist, vor dem Aus. Die Information über den Insolvenzantrag wurde erst vergangene Woche öffentlich bekannt gegeben. Die Gründe für die finanziellen Schwierigkeiten sind vielschichtig, darunter gestiegene Kosten für Rohstoffe und Personal sowie Umsatzrückgänge aufgrund abnehmender Kundennachfrage. Insbesondere im Bereich der Süßwaren wurden anscheinend weniger Produkte verkauft als erwartet.

Die betroffenen Unternehmen beschäftigen etwa 1.200 Mitarbeiter. Die Frage nach der Zukunft dieser Filialen stellt sich mit der Insolvenzanmeldung. Der Insolvenzverwalter, der jetzt dafür zuständig ist, plant offensichtlich, den Umsatz in den Geschäften zu erhöhen und das rentable Ostergeschäft zu sichern. Die Gehälter der Mitarbeiter sind vorerst durch das Insolvenzgeld abgesichert, jedoch bleibt die Unsicherheit über die  weitere Zukunft bestehen.

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Bereits das zweite Insolvenzverfahren dieser deutschen Kette

Die drei Fachhändler, die zur Deutschen Confiserie Holding (DCH) gehören, hatten im Jahr 2021 bereits Insolvenzverfahren eingeleitet. Sie konnten sich jedoch erfolgreich aus der finanziellen Krise befreien. Jetzt bleibt abzuwarten, ob ihnen dies erneut gelingt oder ob die wiederholte Rettung fehlschlägt und alle Filialen schließen müssen. Der nächste mögliche Schritt könnte die Suche nach potenziellen Käufern für die Unternehmen sein, während die Muttergesellschaft, die Deutsche Confiserie Holding, bisher keine Stellung zur aktuellen Insolvenz bezogen hat. Kunden und Fans der Süßwaren- und Kaffeehäuser müssen nun gespannt verfolgen, ob ihre bevorzugten Geschäfte abermals vor dem finanziellen Abgrund gerettet werden können.