Nächster Streit: Neue Produkte bei Edeka nicht mehr erhältlich

Edeka-Filiale mit Eingang.
Symbolbild © istockphoto/photo_Pawel

Nun droht ein nächster Streit. Bei Edeka sind neue Produkte bald nicht mehr erhältlich. Gründe dafür sind erneut Preisdiskussionen zwischen Edeka und einem Hersteller.

Wie Medien berichten, gibt es wohl erneut Streit um Artikel bei Edeka. Neue Produkte sollen bei dem Supermarkt nicht mehr erhältlich sein. Dies ist vor allem auf Preisdiskussionen zwischen dem Lebensmittelmarkt und den Lieferanten zurückzuführen.

Preisstreit mit Hersteller entfacht

In den Medien wird berichtet, dass der Rauchbedarf-Hersteller Gizeh seinen Lieferantenvertrag gekündigt haben soll. Diese Kündigung soll bei der Edeka-Zentrale eingegangen sein. Als Grund wird genannt, dass Edeka die Preiserhöhungen von Gizeh nicht akzeptiert hat.

Weiterhin wird berichtet, dass die Edeka-Händler schon seit Juli 2022 weder Filter noch Zigarettenpapier von Gizeh bei der Zentrale bestellen können. Der Hersteller machte sich maßgeblich durch Produkte wie Filterhülsen, Drehfilter und Zigarettenblättchen einen Namen. Weltweit gilt er als einer der führenden Hersteller im Raucherbedarf.

Edeka-Händler verärgert

Zahlreiche selbstständige Edeka-Händler sollen über den Streit verärgert sein. Weil diese laut Berichten die Ware nicht mehr direkt bestellen können, sollen sie am Ende sogar einen noch höheren Einkaufspreis hinblättern müssen. Laut Gizeh sollen diese Händler zum Teil nun Verträge mit Zweit-Lieferanten geschlossen haben. Jedoch würden nur wenige Edeka-Händler direkt beim Hersteller bestellen.

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Bei Edeka wird häufig von sogenannten „ungerechtfertigten und überhöhten Preiserhöhungen“ gesprochen, die vom Supermarkt nicht angenommen werden. Wie es jedoch aus Reihen des Herstellers Gizeh heißt, habe der Handel durchaus Verständnis für die Preiserhöhungen.

Gizeh äußert sich

Ein Sprecher von Gizeh teilte indessen mit, dass außer Edeka der restliche Handel Verständnis für die Preiserhöhungen gezeigt habe. Gizeh ist ein aus Gummersbach stammendes Unternehmen, das über 700 Mitarbeiter beschäftigt.

Der Konzern betreibt sechs Standorte und hat ein speziell zusammengestelltes Sortiment für seine Kunden im Angebot. Zudem erklärte das Unternehmen, dass teilweise über dreißig Prozent Kostensteigerungen im Zellstoff hingenommen werden müssten. Damit habe auch Gizeh zu kämpfen.