Neue Regel greift ab sofort bei Aldi und Edeka – „Direkt bemerkbar“

Kunden kaufen in einem Supermarkt ein.
Symbolbild © imago/Sven Simon

Seit dem 1. Januar greift eine neue Regel bei Aldi, Edeka und anderen Supermärkten. Obwohl die Regelung schon länger im Gespräch war, sind einzelne Märkte besorgt, dass nicht alle Kunden etwas davon mitbekommen.

Mit dem neuen Jahr greift nun auch eine neue Regel in Supermärkten wie Aldi und Edeka. Dass sie umgesetzt werden soll, geht zwar schon länger durch die Medien. Trotzdem befürchten einige Märkte, dass davon nicht alle Kunden wissen und die Flaschen einfach wegwerfen.

Seit 2003 Pfandpflicht

Seit 2003 sind wir es in Deutschland gewohnt, unsere Mineralwasserflaschen und Bierdosen im Pfandautomaten in den Supermärkten zurückzugeben. Durch diese Regelung sollte der Plastikmüll reduziert und die Flaschen und Dosen zurück in den Kreislauf gebracht werden. Diese Regel funktioniert gut und viele Menschen bringen wöchentlich oder monatlich ihre Pfandflaschen vor dem Einkauf zurück. So manch einer bekam ein kleines Vermögen zurück. Da manche Kunden dies als Sparmöglichkeit sahen und dann viele Flaschen auf einmal zurückbrachten, führten einige Supermärkte sogar Beschränkungen ein.

Pfandpflicht wird ausgeweitet

Mit dem neuen Jahr müssen Kunden sich nun auf eine Ausweitung der Pfandpflicht einstellen. Denn ab sofort gibt es eine neue Regel bei Aldi, Edeka und Co. Ab jetzt müssen Kunden nämlich auch Flaschen abgeben, die Milch, Milchmischgetränke und andere trinkbare Milcherzeugnisse enthalten und ein Füllvolumen zwischen 0,1 und 3,0 Liter haben. Zukünftig wird man auf diesen Flaschen das Logo der Deutschen Pfandsystem GmbH (DPG) vorfinden. Das Pfand pro Flasche beträgt 25 Cent.

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Getränke, die Milch und Milchmischprodukte mit einem Milchanteil von mindestens 50 Prozent enthalten, fallen unter diese neue Regel. Dazu gehören beispielsweise Kefir, Trinkjoghurts und Kakaogetränke. Kunden kennen diese zum Beispiel von den Marken Nestlé und Müllermilch. Einige Märkte befürchten, dass viele Kunden diese Regel anfangs einfach vergessen und die Flaschen trotzdem weiterhin im Müll landen.

Umstritten sind die Hygieneprobleme

Einige Experten befürchten zudem ein großes Problem mit der Hygiene. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) mahnte schon 2003 an, dass alle nicht ultrahocherhitzten Milchprodukte leicht verderblich und nicht steril sind. Da die Produkte hoch viskos sind und sehr viel Fett enthalten, verbleibe in den Packungen ein erheblicher Rest der Lebensmittel. Dieser stelle einen sehr guten Nährboden für Mikroorganismen dar. Man müsse daher unbedingt sicherstellen, dass keine Hygieneprobleme auftreten.