„Paar Cent“: Diese günstigen Mineralwasser sind die gesündesten

Hunderte von blauen Getränkeflaschen in der Produktion. Sie stehen eng nebeneinander auf einem Laufband. Die Plastikflaschen haben noch keine Etiketten und sind blau.
Symbolbild © istockphoto/yanik88

Stiftung Warentest hat 29 Mineralwasser getestet und festgestellt, dass günstige Mineralwasser aus dem Discounter die gesündesten sind. Sie können mit teureren Marken mithalten, während andere Wasser krebserregende Stoffe enthalten.

Für viele Menschen ist sprudelndes Mineralwasser ein Teil des Alltags – ob pur oder in einer Schorle. Neben dem Preis spielt auch die Qualität eine wichtige Rolle. Stiftung Warentest hat jetzt 29 Mineralwasser untersucht und die Resultate sind überraschend, denn die günstigen Mineralwasser sind wohl am gesündesten.

Krebserregende Stoffe in Wasser

Obwohl Markenprodukte oft im Scheinwerferlicht stehen, haben diesmal auch die Discounter-Wasser überzeugt. Besonders hervorzuheben sind die Mineralwasser von Kaufland, Lidl, Penny und Aldi, die alle mit der Bewertung „sehr gut“ ausgezeichnet wurden. Diese preiswerten Alternativen stehen in Sachen Qualität ihren teureren Mitbewerbern in nichts nach und überzeugen vor allem durch ihren klaren, reinen Geschmack und die Abwesenheit von Schadstoffen.

Leider gibt es auch negative Ausnahmen. In einem getesteten Produkt fanden die Experten krebserregendes Benzol und Acetaldehyd, die aus der Plastikflasche ins Wasser gelangt waren. Besonders bedenklich: Dieses Wasser der Marke Ivorell Medium von dm wurde als geeignet für Babynahrung beworben. Ein herber Rückschlag für den Hersteller, der nun mit Imageproblemen zu kämpfen hat.

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Leitungswasser scheint gesünder als teure Mineralwässer

Eine faszinierende Erkenntnis aus dem Test: Das Leitungswasser in Deutschland enthält oft mehr Mineralien als viele der untersuchten Mineralwasser. Das kommt die Frage auf, ob stets die teuren Markenprodukte die beste Wahl sind. Nur wenige Marken wie Naturpark Quelle, Gerolsteiner und Rosbacher sind besonders mineralstoffreich, können jedoch auch ihre Herausforderungen haben. So musste Gerolsteiner vor Kurzem aufgrund von Schimmel in einigen Flaschen einen Rückruf starten.

Ein weiterer wichtiger Gesichtspunkt ist die Umweltfreundlichkeit. Regionale Mineralwasser sind nicht nur oft mineralreicher, sondern vermeiden auch lange Transportwege und tragen somit zum Umweltschutz bei. Für umweltbewusste Verbraucher stellen regionale Quellen eine attraktive Alternative dar. Die Ergebnisse von Stiftung Warentest verdeutlichen: Es ist nicht zwingend erforderlich, viel Geld auszugeben, um gesundes Mineralwasser zu erhalten. Discounter-Wasser kann problemlos mit teuren Marken mithalten.