Restaurants führen in Urlaubsregionen neue Trinkgeld-Regel ein

Getränke und Geld auf einem Tablett in einem Restaurant. Ein kleines und ein großes Glas mit Eiswürfeln stehen auf dem silbernen Tablett, auf dem auch ein 20-Euro-Schein, ein 10-Euro-Schein, ein 5-Euro-Schein sowie verschiedene Euro-Münzen liegen.
Symbolbild © imago/MiS

Hier ist Vorsicht angebracht. In einigen Urlaubsregionen gilt eine andere Trinkgeld-Regel, als wir sie in unserer Kultur kennen. Wir geben im Folgenden einen guten Überblick, um vorbereitet zu sein. 

Andere Länder, andere Sitten – jeder kennt diesen alten Spruch. Und er trifft völlig zu, wenn man sich diese Trinkgeld-Regel aus so manchen Urlaubsregionen ansieht.

In Cafés und Restaurants aufpassen

Sommerzeit ist Urlaubszeit. Und die meisten von uns können es kaum erwarten, den Alltag endlich hinter sich zu lassen. Dabei kann man nur hoffen, dass man nicht bei diesem inzwischen insolventen Reise-Unternehmen gebucht hat. Doch wer auf Campingplätze geht, welche im Inland immer populärer werden, hat damit kein Problem. Aber natürlich reisen viele Menschen auch gern ins Ausland. Vor allem der Süden hat es den meisten angetan. Allerdings gilt es gerade in den bekanntesten Urlaubsregionen auf diese wichtige Trinkgeld-Regel zu achten.

Wer verreist, lässt es sich natürlich gern gutgehen. In den Ferien suchen wir viel öfter Restaurants und Cafés auf, als wir es normalerweise tun. Aber wie gehen andere Länder mit dem Thema „Trinkgeld“ um? In Japan zum Beispiel kann es sogar beleidigend wirken, wenn man dem Kellner ein paar Extra-Münzen dalässt. In Spanien, Frankreich und Italien wird es niemand als Beleidigung ansehen, zu viel Geld zu bekommen. Dennoch ist es weniger üblich als bei uns. Denn in diesen Urlaubsregionen herrscht eine ganz andere Trinkgeld-Regel.

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Urlaubsregionen mit spezieller Trinkgeld-Regel

In Deutschland gehört es einfach dazu, im Restaurant oder Café ein Trinkgeld zu geben. Die Höhe fällt dabei nach eigenem Ermessen aus. Als Richtwert kann man aber zehn Prozent der Rechnung nehmen. Nur wenn es ernsthafte Probleme gab, verzichtet man auf diese höfliche Geste. In den genannten Urlaubsregionen herrscht eine andere Trinkgeld-Regel. Hier erblickt man auf seiner Rechnung plötzlich einen anderen – nämlich höheren Betrag – als die Summe der verzehrten Speisen und Getränke. In Italien heißt das Zauberwort „coperto“ – und ist es absolut üblich. Aber auch in Spanien wird gern eine Gebühr für „pan y servicio“ erhoben, und in Frankreich muss man ebenfalls nicht selten für „couvert“ zahlen.

Das Coperto ist in etwa so hoch wie ein normales Trinkgeld. Allerdings zahlt man es pro Person. Wenn das Coperto bei zwei Euro liegt und man zu viert essen war, muss man also acht Euro extra zahlen. Diese Gebühr soll das Tischgedeck sowie das „kostenlose“ Brot abdecken. Wenn das Essen besonders gut war, kann man natürlich noch einmal ein Trinkgeld obendrauf geben. Es ist aber völlig in Ordnung, wenn man das dann nicht tut – es ist ja bereits durch das Coperto beglichen.