War wohl ein Flop: Supermarktkette stampft kompletten Service ein

Kunden verlassen einen Supermarkt mit Einkaufswagen. Darin finden sich zahlreiche, verschiedene Lebensmittel. Hinter den Personen kann man den Eingang des Ladens sehen.
Symbolbild © istockphoto/krblokhin

Nach einem großen Flop verabschiedet diese Supermarktkette sich von einem neuen Service. Damit müssen Kunden auf eine digitale Neuheit verzichten.

Das Einkaufen nimmt immer mehr die Form eines digitalen Erlebnisses an. Vom Einsatz von digitalen Belegen über Rabattcodes in Apps bis hin zur Bestellung der Einkäufe über das Internet – die fortschreitende Technologisierung der Supermärkte ist offensichtlich. Trotzdem gibt es manchmal Innovationen, die sich letztendlich als Flop erweisen, wie zum Beispiel der Service bei dieser Supermarktkette, der nun eingestellt wird.

Digitaler Service anstelle von herkömmlichen Werbeprospekten

Rewe, einer der führenden Marktriesen im Einzelhandel, hat beschlossen, einen umfassenden Service aufzugeben, nachdem sich dieser als erfolglos erwiesen hat. Im letzten Monat des vergangenen Jahres führte das Unternehmen den „Spar-Assistenten“ auf Instagram ein, um die interaktive Kommunikation mit den Kunden zu fördern. Ähnlich wie ein Nachrichtenbrief über WhatsApp informierte der Rewe-Chatbot registrierte Benutzer über aktuelle Angebote und Gutscheine in den Geschäften. Der Service sollte als Alternative zu herkömmlichen Werbeprospekten dienen. Deren Produktion will Rewe nämlich bis zum 1. Juli beenden, um Ressourcen zu sparen und eine umweltbewusste Unternehmensstrategie zu verfolgen.

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Diese umweltfreundliche Unternehmensstrategie ist gescheitert

Bedauerlicherweise konnte der „Spar-Assistent“ die Erwartungen nicht erfüllen. Rewe hat seit Anfang des Jahres das Wachstum und die Anzahl der angemeldeten Benutzer für den Service analysiert und festgestellt, dass der Rewe-Chatbot „nicht ausreichend relevant für genügend Personen“ war. Das Unternehmen zieht nun die Konsequenzen und wird den interaktiven Dienst einstellen. Die dadurch freigewordenen Ressourcen sollen für neue Werbekampagnen genutzt werden.

Trotz des Rückschlags verfolgt Rewe nach wie vor ambitionierte Pläne für seine Werbeaktivitäten. Im August 2022 hat das Unternehmen einen WhatsApp-Service eingeführt, der weiterlaufen soll. Um den Wechsel von gedruckten Werbeprospekten zu erleichtern, beabsichtigt Rewe eine schrittweise Reduzierung der gedruckten Flyer. Statt wöchentlich 25 Millionen Prospekte zu verteilen, soll es ab August nur noch vier Millionen geben. Trotz des Misserfolgs ist Rewe weiterhin bestrebt, digitale Lösungen zu finden, um die Kunden zu erreichen und gleichzeitig eine umweltfreundliche Unternehmensstrategie zu verfolgen.