Wer bestimmtes Tier im Garten entdeckt, kann glücklich sein

Specht an einem Baum
Symbolbild © istockphoto/Elena Serovaeva

Nicht alle Vögel verlassen Deutschland während des Winters. Ein spezielles Tier bleibt auch bei Kälte und wer es im eigenen Garten entdeckt, darf sich freuen.

Spätestens wenn die letzten Blätter von den Bäumen fallen und der erste Frost die Gärten überzieht, machen sich die meisten Tiere aus dem Staub. Doch ein Tier, nämlich der Specht, bleibt im Garten, vorausgesetzt es gibt dort genug Nahrung. Wer einen Buntspecht auf dem eigenen Grundstück entdeckt, darf das als Kompliment nehmen, denn die Vögel sind wählerisch. Die Tiere überwintern nur in rundum gesunden Gärten. Denn dort finden sie auch während der kalten Jahreszeit genug zu fressen und können es sich gemütlich machen. Wir verraten, warum der Vogel im Winter in Deutschland bleibt.

Ganz schön flexibel

Die meisten Tiere im Garten ernähren sich von kleinen Insekten sowie Würmern. Im Sommer ist das Finden von Nahrung für Vögel kein Problem, denn da wimmelt es in grünen Gärten nur so von Krabbeltieren. Im Winter wird es jedoch schon deutlich schwieriger, denn wenn der Boden mit Frost oder sogar Schnee überzogen ist, gestaltet sich die Nahrungssuche schwierig.

Aufgrund der Kälte und der Problematik, etwas zu fressen zu finden, machen sich daher die meisten Vögel im Winter auf in den warmen Süden. Doch der Buntspecht bleibt, denn im Gegensatz zu allen anderen Vogelarten ist er besonders flexibel. Er kann sein Fressverhalten umstellen und ernährt sich im Winter statt von Insekten einfach von Nüssen, Früchten und Samen.

Kaum zu überhören

Wer ein unübliches Klopfen hört, sollte schnell einen Blick nach draußen werfen. Denn die Chance, das Tier im Garten zu entdecken, ist groß. Der Buntspecht macht keinen Winterschlaf und ist auch im Winter bei Schnee und Eis aktiv. Wenn die Bäume nicht mehr von Blätterkleidern bedeckt sind, kann man den Vogel besonders gut dabei beobachten, wie er von Ast zu Ast hüpft und mit seinem Schnabel gegen die Baumstämme klopft. Genau das tut er sogar ziemlich häufig, denn dieses Verhalten dient sowohl der Partnersuche und Kommunikation als auch dem Nisthöhlenbau sowie dem Markieren des eigenen Reviers.

Im Winter klopft der Vogel außerdem gegen die Rinde der Bäume, um an Nahrung zu kommen. Diese Methode hilft ihm dabei, die harte Schale der Nüsse und Kerne zu knacken. Der Specht steckt seine Fundstücke dabei einfach hinter die Rinde und klopft mit dem Schnabel dagegen, um sie zu öffnen. Der kluge Trick der Vögel wird „Buntspechtschmiede“ genannt und ermöglicht es den Tieren, den Winter zu überstehen. Wer die lauten Zeitgenossen im eigenen Garten entdeckt, darf sich freuen. Denn das spricht laut Experten dafür, dass der Garten sehr gesund ist und einen guten Lebensraum für Tiere darstellt.