Wird noch teurer: Gebühren für alle Bürger steigen drastisch an

Die Hand einer Frau hält fünf grüne hundert Euro Scheine in der Hand. Mit dem Bargeld sollen hohe Gebühren bezahlt werden.
Symbolbild © imago/imagebroker

Auch vor städtischen Leistungen macht die Inflation keinen Halt. Die Gebühren eines Service steigen jetzt drastisch an. Wenn das so weitergeht, kann sich das bald keiner mehr leisten.

Seit Monaten wird das Leben in Deutschland in allen Bereichen teurer. Lebensmittel kosten mittlerweile ein kleines Vermögen, die Energiepreise sind gen Himmel gestiegen und jetzt steigen wohl auch die Gebühren für eine bestimmte Leistung der Stadt drastisch an.

Diese Pflicht der Deutschen wird teuer

Wer in Deutschland lebt, ist dazu verpflichtet, einen gültigen Pass zu besitzen. Das kann entweder ein Reisepass oder ein Personalausweis sein. Wichtig ist nur, dass eines der Dokumente für jeden Bürger über 16 vorliegt. Doch die Beantragung ist nicht kostenlos. Wer einen neuen Ausweis benötigt, muss dafür tief in die Tasche greifen. Bislang waren für den Ausweis ab einem Alter von 24 Jahren 37 Euro fällig.

Doch jetzt steigen die Gebühren eventuell drastisch an. Hintergrund ist eine geplante Reform, die den überlasteten Ämtern und beschäftigten Bürgern das Leben erleichtern soll. Bisher war es immer so, dass Ausweise vor Ort im Amt selbst beantragt und auch wieder abgeholt werden mussten. Dazu mussten Bürger entweder einen Abholtermin vereinbaren oder Wartezeiten einkalkulieren. Das soll jetzt einfacher, aber auch teurer werden.

Lesen Sie auch
E-Bike Hersteller ist insolvent – "günstige Preise winken"

Zum Glück gibt es einen Ausweg

Wer einen neuen Ausweis benötigt, soll in Zukunft durch die neue Regelung die Wahl zwischen zwei Optionen haben. Entweder er holt das Ausweisdokument bei der Stadt ab oder er lässt es sich bequem nach Hause schicken. Es gibt jedoch einen Haken, denn mit der neuen Möglichkeit steigen auch die Gebühren drastisch an. Wer sich für die zeitsparende Variante entscheidet, zahlt für den Mehraufwand seitens der Stadt satte 52 Euro.

Für unter 24-Jährige ist der Service mit 37,80 Euro etwas günstiger. 15 Euro mehr müssen alle, die es einfach mögen, trotzdem überweisen. Wer nicht bereit ist, mehr zu zahlen, kann glücklicherweise die günstigere Option wählen und den Weg zum Amt auf sich nehmen. Trotzdem gibt es viel Kritik von allen Seiten, da die Mehrkosten für Bürger extrem hoch sind. Die Länder fordern aktuell, dass das Land die Versandkosten trägt. Inwiefern die geplante Reform angepasst wird, wird bis November entschieden. Stand heute hat der Bund diese Möglichkeit allerdings abgelehnt.