Dieser Frühling war der wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen

Ein Thermometer wird in die Sonne gehalten. Der Hintergrund ist ein blauer Himmel, ohne Wolken. Die Sonne ist ebenfalls hinter dem Thermometer zu sehen.
Symbolbild © istockphoto/Xurzon

Es ist kaum zu glauben, denn gerade die letzten Wochen waren extrem verregnet. Aber laut Meteorologen war dieser Frühling der wärmste Monat seit Beginn der Aufzeichnungen. Hier erfährt man mehr.

Insbesondere in den letzten Wochen hat man nahezu in der gesamten Bundesrepublik die Sonne schmerzlich vermisst. Stattdessen gab es jede Menge Regen, Unwetterwarnungen und sogar Hochwassergefahren. Da ist es überraschend, dass Meteorologen und Wetterexperten jetzt feststellen, dass dieser Frühling des Jahres 2024 der wärmste Monat seit Beginn der Aufzeichnungen war.

So war das Wetter im Frühling

Der wärmste Frühling seit Beginn der Aufzeichnungen – das klingt unglaublich! Denn immerhin zeichnet man das Wetter bereits seit dem Jahre 1881 auf. Doch genau das ist laut Meteorologen und Wetterexperten der Fall. So lag der Frühling in diesem Jahr knapp 3,1 Grad über den Werten der Jahre 1961 bis zum Jahr 1990. Dieser Zeitraum gilt als Referenz und Vergleich, um die jeweilige Durchschnittstemperatur zu ermitteln.

Vergleicht an hingegen die Periode von 1991 bis zum Jahr 2020, so ist dieser Frühling seit Beginn der Aufzeichnungen nur „nur“ 1, 9 Grad wärmer.

Fakt für die Metrologen und Wetterexperten ist dabei auf jeden Fall, dass der Klimawandel in vollem Gange ist.  So war allein der März mit Temperaturen zwischen 4 und 7,5 Grad viel zu warm und gehörte eigentlich in den April verordnet. Im April erfolgte dann der echte Temperaturschock, denn in Ohlsbach konnte man hier erstmals 30 Grad messen. Dass dieser Frühling der wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen ist, ist damit auch ohne direkte Vergleiche mit den Vorjahren fast eindeutig.

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Doch nicht nur die Wärme des Frühlings war in diesem Jahr ungewöhnlich. Auch die extremen Niederschläge sind ungewöhnlich. Insbesondere der Mai war dabei extrem verregnet und voller Unwetter. Der starke Regenfall führte dabei in vielen Regionen Deutschlands sogar zu Hochwasseralarm. Lediglich im Osten von Deutschland blieb es trockener.

So viel Sonnenschein gab es

Seit Beginn der Aufzeichnungen ist es ein ungewöhnlicher Monat. Immerhin lässt sich zudem ablesen, dass es viel mehr Sonnenschein in diesem Frühjahr gab als in der Vergleichsperiode von 1961 bis 1990. Dies belegen fast 20 Stunden mehr Sonne. Dabei schien die Sonne im Norden und Osten am längsten, nur in den Mittelgebirgen war es etwas bewölkter.