Seit Beginn der Aufzeichnung: 2023 war das wärmste Jahr

Ein Ventilator steht in einem Zimmer vor zwei blauen Sesseln.
Symbolbild © istockphoto/CentralITAlliance

2023 war das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnung in Deutschland. Die Wetteraufzeichnungen begannen im Jahr 1881. Dieses Jahr gab es dabei die höchste Durchschnittstemperatur.

Das vergangene Jahr war wirklich außergewöhnlich: 2023 war nicht nur das wärmste Jahr in Deutschland seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881, sondern stellte auch weltweit neue Bestmarken auf. Nie dagewesene Spitzenwerte bei den Temperaturen veranlassten die Experten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) dazu, dieses Jahr als historisch heiß zu kennzeichnen.

2023 markiert einen neuen Höhepunkt in der Klimaaufzeichnung

Die Rekord-Durchschnittstemperatur von 10,6 Grad in Deutschland war auf Hitzewellen und ungewöhnlich milde Wintermonate zurückzuführen. Im Jahr 2023 wurden Weltrekorde bezüglich des Klimas aufgestellt. Der Trend war schon weltweit erkennbar und nun bestätigen die Experten des DWD, dass auch Deutschland dieser globalen Entwicklung folge. Schon 2022 war sehr warm: Ein Jahr, das sich mit einer Jahresdurchschnittstemperatur von 10,5 Grad Celsius wie zuvor 2018 an die Spitze der Rekorde stellte. Doch 2023 hat alles Bisherige übertroffen und markiert damit einen neuen Höhepunkt in der Klimaaufzeichnung.

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Der EU-Klimawandeldienst Copernicus bestätigt diese globalen Rekorde und meldet, dass 2023 das heißeste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen gewesen sei. Angesichts globaler Durchschnittstemperaturen, die 1,46 Grad über dem vorindustriellen Referenzzeitraum von 1850 bis 1900 liegen, sprechen Experten von alarmierenden Zahlen. Die steigenden Temperaturen und die fortlaufenden globalen Rekorde unterstreichen die dringende Notwendigkeit für verstärkte, koordinierte Maßnahmen, um den Klimawandel zu bekämpfen und dessen Auswirkungen einzudämmen.

Wetter zu den Weihnachtsfeiertagen bricht keinen Rekord

Die stellvertretende Klimabeauftragte Jennifer Morgan betont, wie wichtig es sei, den weltweiten Ausstoß von klimaschädlichen Gasen drastisch zu verringern, um die Erderhitzung unter dem Ziel von 1,5 Grad zu halten. Angesichts der aktuellen Zahlen sei diese Forderung jetzt dringlicher denn je.

Trotz eines Jahres voller Rekorde gab es auch Ausnahmen. An den Weihnachtsfeiertagen war es zwar ungewöhnlich mild, aber nicht außergewöhnlich warm. Nur in Garmisch-Partenkirchen, wo drei aufeinanderfolgende Tage eine Durchschnittstemperatur von 16,1 Grad aufwiesen, sah das anders aus. Meteorologen gaben diesbezüglich jedoch zu bedenken, dass es 2013 sogar noch höhere Temperaturen am Alpenrand gegeben habe.