145 Arbeiter: Hersteller will so schnell wie möglich Stellen abbauen

Arbeiter in Firma.
Symbolbild © istockphoto/industryview

Ein Hersteller in Baden-Württemberg will jetzt etliche Stellen abbauen. Verantwortlich dafür seien die Folgen des Ukraine-Krieges.

Aufgrund massiv gestiegener Kosten verkündet jetzt ein deutscher Hersteller von Elektrowerkzeugen, dass er Stellen abbauen muss. Betroffen sind 145 Angestellte am Hauptsitz in Nürtingen. Sogar betriebsbedingte Kündigungen sind geplant.

Wirtschaftliche Herausforderungen

Zurzeit kämpfen viele Unternehmen mit den wirtschaftlichen Folgen des Ukraine-Krieges. Darunter auch der Batterie-Hersteller Varta, welcher zuletzt 800 Stellen strich. Nachdem der Autozulieferer Allgaier Insolvenz anmelden musste, gab jetzt auch das Unternehmen Metabo an, in wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu stecken. Infolgedessen verkündete der Hersteller, dass er 145 Stellen an seinem Hauptsitz in Nürtingen abbauen wolle.

Dabei kämpfen die Unternehmen alle mit ähnlichen Herausforderungen, denn die Kosten für Rohstoffe, Personal und Energie sind aufgrund der Auseinandersetzung zwischen Russland und der Ukraine in die Höhe geschossen. Hinzu kommt die Tatsache, dass das Russlandgeschäft für viele Unternehmen wegfällt und infolgedessen Einnahmen verloren gehen. Viele Unternehmen haben sich dabei freiwillig dazu entschieden, als Folge der Angriffe auf Geschäfte mit Russland zu verzichten.

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Es gibt Hoffnung

Medien berichten jetzt, dass Metabo Teile der Produktion nach Osteuropa verlagern wolle, um Kosten zu sparen. In Deutschland soll der Fokus in Zukunft auf der Herstellung von Winkelschleifern liegen. Bei der letzten Betriebsversammlung verkündete der Hersteller, dass er in Folge der Umstrukturierung 145 Stellen abbauen werde. Achtzig Stellen sollen planmäßig über die Fluktuation der Produktionsverlagerung gekürzt werden. Doch Berichten zufolge sollen die anderen sechzig Kündigungen betriebsbedingt sein. Gerade bei der Gewerkschaft IG Metall Baden-Württemberg treffen die Produktionsverlagerung ins Ausland sowie die geplanten Kündigungen dabei auf viel Kritik.

Noch gibt es wohl Hoffnung, dass es nicht zu den betriebsbedingten Kündigungen kommt. Die zuständige Gewerkschaft setzt alles daran, die Kündigungen zu vermeiden, und wird am 11. Juli mit dem Betriebsrat von Metabo über einen Sozialplan sprechen. Es bleibt zu hoffen, dass die IG Metall sich durchsetzen und eine andere Lösung finden kann.