Erstmals: Autobauer eröffnet neues Werk für E-Autos in Deutschland

Karosserien laufen am Fließband. Fabrik für die Produktion von Autos. Moderne Automobilindustrie. Elektroautofabrik, Förderband
Symbolbild © istockphoto/Traimak_Ivan

Dieser Autobauer ist ein Debütant in Sachen E-Autos, aber jetzt eröffnet er ein neues Werk in Deutschland. Es entstehen eine Menge Jobs.

Das große Unternehmen aus den Vereinigten Staaten geht den nächsten Schritt in Richtung E-Mobilität, und das tut es in Deutschland. Es wird ein neues Werk für E-Autos geben. Tausende potenzielle Arbeiter dürfen sich freuen.

Zugegeben, viel war in Sachen E-Mobilität bei Ford noch nicht passiert. In Mexiko baut Ford zwar einen Elektrosportwagen, den sogenannten „Mustang Mach-E“, aber für den großen Markt ist dieser irrelevant. Und in Europa hat Ford noch nicht ein einziges elektrisches Modell hergestellt. Das wird sich jetzt ändern, mit dem neuen milliardenschweren Werk für E-Autos in Köln.

Erste E-Auto-Produktion in Europa

Nach den vielen desaströsen Meldungen über sämtlichen Stellenabbau in Deutschland – zum Beispiel bei Bosch – können potenzielle Arbeiter der (E-)Autoindustrie in Köln jubeln. Ford hat nichts Geringeres im Sinn, als zwei unterschiedliche elektrische Autos zu entwickeln und bis 2029 bemerkenswerte 1,2 Millionen Modelle auf den Markt zu bringen. Das verspricht einen wirtschaftlichen Boom sondergleichen und wird nebenbei circa 14.000 neue Arbeitsplätze schaffen. Diese guten Nachrichten geben Hoffnung in Zeiten der Rationalisierungen.

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Eröffnungsfeier mit höchster Prominenz

Die Kölner sind froh, dass sich Ford gerade für ihren Standort entschieden hat. Bei der Eröffnung des neuen Werks am vergangenen Montag, den 12. Juni, ließ es sich auch Bundeskanzler Olaf Scholz nicht nehmen, dabei zu sein. Zudem schaute ein Star-Gast aus den USA vorbei: William Clay Ford Jr. höchstpersönlich – der Urenkel des einzig wahren Henry Ford.

Es sind tolle Neuigkeiten – sowohl für Ford, als auch für die Domstadt. Ford nutzt das neue Werk in Köln auch, um seine Ziele zu erreichen. So verspricht sich der US-Konzern mit diesem Mammutprojekt, bis zum Jahr 2030 in ganz Europa vollständig zur Produktion von Elektro-Autos zu wechseln. Die Nachrichten, dass es bei Ford vorangeht, sind umso erfreulicher, da der Autobauer erst neulich sein altes Kult-Auto, den Fiesta, für immer verabschieden musste.