Dunkle Wolken: Drohender Stellenabbau mit Tausenden bei Bosch

Das Bosch Gebäude hinter einer Begrünung mit Bäumen und einer Abgrenzung. Die Glasfronten scheinen im Sonnenlicht und reflektieren ein gegenüberliegendes Gebäude. Auf dem Dach ist das rote Bosch Logo klar sichtbar.
Symbolbild © istockphoto/lcva2

Die Zeiten werden härter, dunkle Wolken ziehen auf. Tausende Angestellte von Bosch müssen um ihre Jobs fürchten, denn ein Stellenabbau droht.

Und täglich grüßt der Stellenabbau – dieses Mal bei Bosch. Das weltweite Super-Unternehmen möchte Arbeitsplätze streichen. Aber nicht nur eine Handvoll, sondern gleich tausende. Wie der Marktführer zu diesem Schritt gelangt, zeigen wir.

Tausende Jobs gefährdet

Vom Stellenabbau möchte niemand gern hören, vor allem, wenn der eigene Job in Gefahr ist. Aber wegzusehen bringt auch nichts. Das Thema ist permanent relevant. Gestern zeigten wir, dass Hunderte ihren Arbeitsplatz beim Online-Versandhaus Zalando verlieren. Bei Bosch ist das Drama sogar noch größer. Hier haben tausende Mitarbeiter Angst um Ihren Job.

Bosch kündigt diesen, tausende Arbeitsplätze umfassenden Stellenabbau schon länger an. Da ist es kein Wunder, dass sich die langjährigen Angestellten zur Wehr setzen, denn womit haben sie das verdient? Aber was ist der Beweggrund dafpr, dass Bosch so viele Stellen streicht? Ist das globale Super-Unternehmen etwa nicht gut aufgestellt? Schließlich handelt es sich um einen weltweiten Marktführer.

Marktführer Bosch

Bosch wurde 1886 von Robert Bosch in Stuttgart gegründet. Der multinationale Konzern mit Hauptsitz in Gerlingen bei Stuttgart ist mittlerweile in mehr als 60 Ländern tätig und beschäftigt weltweit über 400.000 Mitarbeiter. Von diesen soll jetzt eine ganze Gruppe in die Arbeitslosigkeit geschickt werden. Und das, obwohl Bosch der größte Autozulieferer weltweit ist.

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Bosch lebte seit Ewigkeiten davon, den Verbrennungsmotor zu perfektionieren. Durch die universelle Umstellung auf die Elektromobilität sieht sich selbst ein Riese wie Bosch gezwungen, sich dem Zeitgeist anzupassen. Die künftigen Technologien benötigen immer weniger menschliche Arbeitskräfte. Was für die einen nach einer spannenden Utopie klingt, ist für die Arbeitnehmer ein sich näherndes Schreckensszenario.

Gründe für den Stellenabbau

Für diesen massiven Schritt gibt es allerdings noch einen weiteren Grund. Da das Unternehmen bereits genügend Standorte im Ausland hat, kann es seine Produktion relativ umstandslos in kleinen oder auch größeren Etappen dorthin verlagern. Denn Deutschland ist nach wie vor einer der teuersten Standorte der Welt.

Ganz ohne Protest wird der drohende Stellenabbau bei Bosch aber auch nicht hingenommen werden. Die Arbeiter wehren sich, und die IG Metall kämpft ebenfalls für deren Rechte. Außerdem haben die Betriebsratschefs von Bosch gemeinsam mit denen von ZF und Mahle ein Bündnis gegründet und wollen so persönlich bei Olaf Scholz Staatshilfen erbitten. Es bleibt spannend – wir wünschen den Arbeitnehmern das Beste.