Neuer Zuschuss soll kommen: 1.000 Euro für den Führerschein

Es soll ein neuer Zuschuss für den Führerschein kommen.
Symbolbild © imago/Lobeca

Wenn man diese Pläne wirklich durchsetzt, können Fahrschüler definitiv durchatmen. Ein Zuschuss von 1.000 Euro soll für den Führerschein kommen. Wir verraten, was an den Plänen dran ist.

Dass aktuell alles teurer wird, ist offensichtlich. So kostet jetzt zum Beispiel ein Schnitzel 30 Euro. Aber fast nirgends nehmen die Preise solch überdimensionale Ausmaße an wie beim Führerschein. Nicht wenige Menschen scheitern hierzulande an der Fahrerlaubnis aus einem schlichten Grund: Die Ausbildung ist zu teuer. Könnte sich das ändern? Wenn der Zuschuss von 1.000 Euro für den Führerschein kommt, dürfte sich die Lage endlich wieder entspannen. Denn zurzeit macht die Fahrausbildung fast nur noch den Fahrschulen Spaß.

Fahrerlaubnis wieder bezahlbar

Früher hatte der Führerschein jedenfalls noch einen anderen Ruf. Er gehörte einfach dazu, wenn man erwachsen sein wollte. Heute ist das nicht mehr so, weil viele junge Menschen sowieso das Rad oder die Bahn bevorzugen. Es gibt aber auch solche, die sich die Lizenz zum Fahren einfach nicht leisten können. Denn heutzutage zahlen junge Menschen für die Fahrausbildung zwischen 3.000 und 4.500 Euro – das sind die offiziellen Angaben des ADAC. Vor sechzig Jahren bekam man den Lappen vergleichsweise hinterhergeworfen. Aber auch vor gerade mal zwanzig Jahren konnte man seinen Führerschein teils noch für unter 1.000 Euro bekommen. Davon träumen heutige Fahrschüler. Doch wenn der Vorschlag dieser Politikerin durchgesetzt wird, könnte der Führerschein bald wieder bezahlbar sein.

Lesen Sie auch
Wende: Führerschein teilweise 1500 Euro teurer in Deutschland

1.000 Euro Zuschlag für den Führerschein fordert sie. Das Verrückte an der Sache: Sie ist nicht etwa Vertreterin der FDP oder CDU, die ja eher ein Auto-Image fahren. Nein, Katharina Schulze ist Abgeordnete der Grünen. Verändern diese jetzt ihr Wahlprogramm und wechseln die Spur? Ganz so abrupt läuft es nicht. Zunächst zielt dieser Vorschlag auf das ländlichere Bayern ab, in dem Schulze tätig ist. Hier fordert sie einen sogenannten „Azubi-Führerschein“. Denn, so ihre Begründung, gerade diejenigen bräuchten oftmals einen eigenen Wagen – während ihr Groschen in der Ausbildung aber noch zu schmal sei. Diesen Umstand möchte Schulze ändern.

1.000 Euro für den Führerschein

Und wie sieht es mit der Finanzierung aus? Auch dafür hat die Grünen-Abgeordnete schon Pläne. 500 Euro soll der Staat, also Bayern, zahlen. Die andere Hälfte soll von den Arbeitgebern finanziert werden. Ob diese davon begeistert sein werden, sei einmal dahingestellt. Dennoch heißen wir das Vorhaben an sich gut. Es kann ja nicht sein, dass nur noch eine kleine Elite Auto fahren darf. Mit dem Wagen unterwegs sein, das sollte jeder können, der Lust darauf hat und darauf angewiesen ist.