Maßnahme ergriffen: Beliebter Urlaubssee der Deutschen betroffen

Ein Restaurant am Wasser.
Symbolbild © imago/imagebroker

Eine Region in der Bundesrepublik musste nun eine Maßnahme ergreifen, von der ein beliebter Urlaubssee der Deutschen vollumfänglich betroffen ist. Doch die Entscheidung scheint von Erfolg gekrönt, denn es gibt gute Nachrichten von dem See.

Nur wenig Gutes gab es im vergangenen Jahr zu den Seen in Europa zu vermelden. Von Tiefständen und Algenplagen war die Rede. Doch jetzt sorgt eine Maßnahme offenbar für Erfolg, sodass ein Urlaubssee den Deutschen in diesem Jahr wieder Freude bereiten dürfte.

Der beliebte Urlaubssee: Von Dürre zu Rekordpegeln

Im Jahr 2022 machte der See Schlagzeilen, als er aufgrund von anhaltender Trockenheit stark geschrumpft war. Nun, nur kurze Zeit später, verzeichnet der See das genaue Gegenteil: rekordhohe Wasserstände. Die ergriffene Maßnahme scheint dem beliebten Urlaubssee gutgetan zu haben, sodass auch die deutschen Touristen aufatmen dürfen.

Erst kürzlich erreichte der Pegel in Peschiera del Garda einen historischen Höchststand von 140 Zentimetern über dem hydrometrischen Nullpunkt. Damit steuert der Gardasee offenbar wasserreichen Zeiten entgegen. Starke Regenfälle trugen maßgeblich dazu bei, den Wasserstand des Gardasees zu erhöhen.

Um die Wasserstände zu regulieren, wurden Abflusswehre geöffnet, die pro Sekunde 150 Kubikmeter Wasser in den Mincio ablassen. Trotz dieser Maßnahmen fließt jedoch weiterhin mehr Wasser in den See hinein, als abfließt. Die Zuflüsse von 25 Flüssen und Bächen überkompensieren den Abfluss durch die geöffneten Wehre.

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Vom Rekordtief zu einem beeindruckenden Rekordhoch

Vor einem Jahr war der Pegel des Gardasees etwa einen Meter niedriger als heute. Im Sommer 2022 erreichte der See sogar einen Tiefstand, der so seit 15 Jahren nicht mehr verzeichnet worden war. Damals rief die italienische Regierung den Dürrenotstand aus. Im November des gleichen Jahres war der See sogar noch weiter geschrumpft, sodass die Insel Isola dei Conigli über einen freigelegten Steinweg erreichbar war.

Filippo Gavazzoni, Vizepräsident des Verbands der Gemeinden des Gardasees, betonte gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) die Notwendigkeit einer umsichtigen Wasserbewirtschaftung. Trotz der niedrigen Rekordpegel vom vorletzten Jahr zeigt er sich zuversichtlich, dass die Wasserressourcen des Sees für die kommenden Frühjahrs- und Sommermonate ausreichen werden. Und das sind, laut Experten, wirklich gute Neuigkeiten, die der beliebte Urlaubssee der Deutschen nicht zuletzt den ergriffenen Maßnahmen zu verdanken hat.