Nach Bauern: Jetzt drohen neue Proteste Deutschland lahmzulegen

Traktoren in Berlin bei einem Bauernprotest
Symbolbild © imago/Emmanuele Contini

Erst neulich wurde Deutschland durch Proteste wütender Bauern fast komplett lahmgelegt. Nun drohen auch Spediteure und Gastronomen damit, zu protestieren. Blockaden wären dabei auch für sie eine Möglichkeit, ihre Forderungen vorzubringen. Die gestiegene Mehrwertsteuer spielt hierbei eine zentrale Rolle.

Die Sparpläne der Ampel-Regierung sorgen weiterhin für Unmut in verschiedenen Branchen. Insbesondere Fuhrunternehmer, Landwirte und Gastronomen sehen sich durch die politischen Entscheidungen belastet und planen Protestaktionen, um auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen. Nach den Bauern drohen nun weitere Branchen durch Proteste Deutschland lahmzulegen. Doch wie wahrscheinlich ist es, dass es tatsächlich dazu kommt?

Fuhrunternehmer im Widerstand

Die Fuhrunternehmer schließen sich dem Protest gegen die Sparpläne an und wollen ihren Unmut gegen die erhöhte Lkw-Maut und gestiegene CO2-Abgabe deutlich machen. Eine mögliche Aktion könnte sein, dass Speditionen ihre Lkw vor die Wahlkreisbüros der Bundestagsabgeordneten fahren, um ihre Forderungen zu unterstreichen.

Die Kritik der Fuhrunternehmer richtet sich auch gegen die geplante Kürzung der Förderung für elektrische Lkws, was nach ihrer Meinung die Antriebswende in der Logistik gefährden könnte. Beschäftigte und Fahrer sind unglaublich sauer und wollen mit dieser Wut nun ihre Forderungen an die Politik richten.

Landwirte kämpfen um Subventionen

Parallel dazu plant der Bauernverband Proteste und Aktionen für die kommende Woche. Der Unmut der Landwirte richtet sich gegen die geplante Steuererhöhung beim Agrardiesel. Sollten die Pläne nicht zurückgenommen werden, drohen weitere Protestaktionen, um auf die prekäre Situation der Landwirtschaft aufmerksam zu machen. Die Forderung nach einer gerechten Besteuerung und Unterstützung für die Landwirte steht im Mittelpunkt dieser Bewegung.

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Auch die Gastronomie könnte protestieren

Auch die Gastronomiebranche schließt sich dem Widerstand an und kämpft weiterhin für die einheitliche Besteuerung von Essen mit sieben Prozent wie in den letzten Krisenjahren. Ingrid Hartges, die Geschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes, betont, dass die Branche unvermindert für ihre Forderung eintreten werde.

Der reduzierte Mehrwertsteuersatz auf Speisen in Gaststätten wurde mit dem Jahreswechsel wieder auf 19 Prozent angehoben, was für die Gastronomen eine erhebliche Belastung darstellt. Eine berechtigte und wahrscheinlich eintretende Sorge der Konsumenten ist, dass am Ende sie beim Restaurantbesuch den erhöhten Mehrwertsteuersatz zahlen müssen. Eigentlich ein Grund für jeden, diese Protestbewegung zu unterstützen oder zumindest Verständnis dafür zu zeigen.

Die Protestwelle gegen die Sparpläne der Ampel-Regierung nimmt somit an Fahrt auf. Verschiedene Branchen planen gemeinsame Aktionen, um ihre Interessen zu verteidigen und auf die Auswirkungen der politischen Entscheidungen aufmerksam zu machen.