Neue Regelung: Jetzt trifft es Kaminöfen-Besitzer – Strafen drohen

Ein Kaminfeuer brennt im Kaminofen.
Symbolbild © istockphoto/Delpixart

Eine neue Regelung sorgt jetzt dafür, dass Kaminöfen-Besitzer bestraft werden können, wenn sie bestimmte Regeln nicht einhalten.

Bei dieser neuen Regelung müssen Kaminöfen-Besitzer Strafen fürchten, wenn sie ihren Holzofen nicht entsprechend überprüfen und gegebenenfalls umrüsten lassen.

Saftige Bußgelder drohen

In Zeiten der Energiekrise haben viele Menschen ihren Holzofen als Alternative zur Gasheizung oder Ölheizung eingesetzt. Doch ab 2025 tritt eine neue Regelung in Kraft, die für Kaminöfen-Besitzer Strafen vorsehen, wenn diese nicht entsprechend handeln. Dabei gilt es einiges zu beachten, ansonsten drohen tatsächlich saftige Bußgelder.

Mehrere Zehntausende Euro sind als Strafe möglich, wenn man sich nicht an die neuen Gesetze hält. Robert Habeck (Grüne) hat ein neues Heiz-Gesetz auf den Weg gebracht, das bereits ab 2024 verschiedene Änderungen vorsieht. Maßgeblich verändern sich die Grenzwerte der Abgase.

Stilllegungen möglich

Sollte der Kaminofen in einem Zeitraum vom 1. Januar 1995 bis zum 31. Dezember 2010 eingebaut worden sein, so gelten ab sofort neue Grenzwerte für die Abgase. Diese sind 0,15 Gramm Staub und 4 Gramm Kohlenmonoxid pro Kubikmeter. Halten die Kamine und Holzöfen diese Grenzwerte nicht ein, so müssen sie entweder nachgerüstet oder stillgelegt werden.

Ab 2025 tritt das neue Bundes-Immissionsschutzgesetz (BimSchG) in Kraft. Bis 31. Dezember haben Kaminöfen-Besitzer Zeit, um ihren Ofen umzurüsten. Dann gilt die neue Regelung, nach der Kaminöfen-Besitzer mit hohen Strafen rechnen müssen, wenn ihr Ofen die Grenzwerte überschreitet.

Der Schornsteinfeger unterstützt

Besitzer von Holzöfen können die Abgaswerte durch den Schornsteinfeger überprüfen lassen. Sollte bei einem Überschreiten der Kaminofen nicht entsprechend umgerüstet oder stillgelegt werden, so sieht das Heiz-Gesetz vor, dass bis zu 50.000 Euro Bußgeld veranschlagt werden können. Eine Nachrüstung hingegen soll, nach Einschätzung der Profis etwa 1.000 Euro kosten.

Ob eine Umrüstung im Einzelfall tatsächlich Sinn ergibt, kann mit dem Schornsteinfeger besprochen werden. Wie Experten erklären, sind die meisten Kaminöfen, welche bis Ende 2024 stillgelegt werden müssen, etwa 30 Jahre alt. Somit könnte auch eine Neuanschaffung eines modernen Ofens als sinnvoll erachtet werden.