Richtige Brille kaufen: Fehlsichtigkeit erkennen und behandeln

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Fehlsichtigkeit ist ein Problem, das den Alltag stark einschränken kann. Umso wichtiger ist es, dass man regelmäßig die eigene Sehkraft überprüfen lässt. Wie der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA) berichtet, leiden mehr als 60 Prozent aller Deutschen unter Fehlsichtigkeit. Die meisten Betroffenen sind kurz- oder weitsichtig.

Bei der Behandlung ihrer Fehlsichtigkeit entscheiden sich die meisten Menschen für eine Brille. Kein Wunder: Fehlsichtigkeit wird von den meisten Menschen als störend empfunden. Das gilt beispielsweise am Computer oder wenn man ein gutes Buch lesen möchte. Dann ist eine moderne Lesebrille, die man in zahlreichen Ausführungen bequem online bekommen kann, die Lösung.

Am Anfang steht die Diagnose

Vor der Wahl der Brille steht zunächst ein Besuch beim Augenarzt an. Zunächst wird dort in einem Sehtest die Sehschärfe für Nah- und Weitsicht geprüft. Im Anschluss daran folgt die sogenannte Refraktionsbestimmung. Dabei untersucht der Arzt mit vor das Auge geschalteten, verschiedenen Linsen, wie groß die Abweichung der Augen von der Norm ist. Anhand dieser Werte wird dann die Brillenstärke ermittelt.

Viele Fehlsichtige sind überrascht, wie sehr das Leben mit Brille sich verbessert. Auch alltägliche Dinge wie der Umgang mit dem Messengerdienst WhatsApp fallen plötzlich wieder leichter.

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Es ist allerdings ein Trugschluss zu glauben, Fehlsichtigkeit sei ein Problem, das erst mit zunehmendem Alter auftritt. Denn vor allem Kurzsichtigkeit nimmt bei jüngeren Menschen zu. So schätzt die Allgemeine Ortskrankenkasse AOK, dass mittlerweile 35 Prozent der Kinder und die Hälfe der Studenten kurzsichtig ist.

Kurzsichtigkeit durch Tageslichtmangel

Bei dieser Fehlsichtigkeit, auch Myopie genannt, kann der Betroffene nah sehr gut sehen, Gegenstände in einiger Entfernung verschwimmen allerdings. Der Grund dafür liegt in einem zu langen Augapfel: Dadurch werden beim Sehen die Lichtstrahlen nicht auf der Ebene der Netzhaut fokussiert, sondern davor.

Mittlerweile weiß man, dass der Hauptgrund für das Auftreten einer Myopie mangelndes Tageslicht ist. Forscher haben in diesem Zusammenhang herausgefunden, dass das deutlich schwächere Kunstlicht den Augapfel dazu anregt, vermehrt zu wachsen – die Voraussetzung für Kurzsichtigkeit.

Doch es gibt einige Tipps, mit denen man Kurzsichtigkeit bei Kindern und Jugendlichen vermeiden kann. Dazu gehört vor allem, dass diese viel Zeit im Freien verbringen. Zwei Stunden täglich gelten dabei als ideal. Auch eine Beschränkung der Bildschirmzeit auf eine Stunde ist sinnvoll. Darüber hinaus sollte man den Augen Abwechslung bieten: Nach einer halben Stunde Nah-Arbeit am Rechner oder beim Lesen und Schreiben braucht das Auge rund zehn Minuten Pause.

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Andere Formen der Fehlsichtigkeit

Das genau umgekehrte Problem mit dem Augapfel haben weitsichtige Menschen: bei ihnen ist er zu kurz. Hier trifft das Licht hinter der Netzhaut auf. Junge Menschen können Weitsichtigkeit noch ausgleichen können, in dem die inneren Augenmuskeln dabei helfen, die Brechkraft der Augenlinsen an verschiedene Entfernungen anzupassen. Mit zunehmendem Alter nimmt diese Fähigkeit allerdings ab.

Neben diesen bekanntesten Formen der Fehlsichtigkeit kennen Augenärzte jedoch auch noch einige Nebenformen. Dazu gehört die sogenannte Stabsichtigkeit. Dabei ist die Hornhaut vertikal und horizontal unterschiedlich gewölbt. Dadurch kommt es zu verzerrten Bildern und Unschärfe. Auch diese Form der Fehlsichtigkeit lässt sich häufig mit einer Brille behandeln, wobei sogenannte Zylindergläser zum Einsatz kommen.

Eine weitere Variante der Fehlsichtigkeit ist die Nachtblindheit. Hier liegt eine Schädigung der Netzhaut-Sinneszellen, der sogenannten Stäbchen, vor. Die nämlich sind für das Sehen bei Dämmerung oder das Hell-Dunkel-Sehen verantwortlich. Die Gründe für die Schädigung der Stäbchen sind genetisch bedingt oder Folge einer Erkrankung. Vitamin-A-Mangel kann ebenfalls zur Nachtblindheit beitragen, tritt allerdings in den Industrieländern nur noch sehr selten auf.

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Mehr Lebensqualität durch die richtige Brille

Früher oder später kommen die meisten Fehlsichtigen um eine Brille nicht herum. Das hat auch damit zu tun, dass der Alltag der meisten Menschen sich heute vielfach ohne Smartphone oder Computer gar nicht mehr bewältigen lässt. Von der Arztsuche bis zum beliebten Online-Shopping werden heute viele Dinge via Internet erledigt. Hier helfen gute Augen auch dabei, vermeintliche Schnäppchen als überteuerten Ramsch zu enttarnen.

Doch auch abseits der Tätigkeiten am Handy oder Rechner kann die Brille einen enormen Zugewinn an Lebensqualität und Sicherheit bieten. So führt die unbehandelte Kurzsichtigkeit beispielsweise häufig zu Schwindelgefühlen. Auch kommt es zu Konzentrationsproblemen. Weitsichtige Menschen dagegen leiden oftmals unter Kopfschmerzen. Auch Bindehautentzündungen treten hier häufiger auf.

Damit eine Brille die Lebensqualität allerdings verbessert, müssen einige Voraussetzungen geschaffen werden. Dazu gehört zuallererst die Ermittlung der richtigen Sehstärke durch den Augenarzt. Aber auch das Brillengestell muss passen. Es dürfen einerseits keine Druckstellen hinter den Ohren oder auf der Nase entstehen, auf der anderen Seite aber darf die Brille auch nicht rutschen. Ideal ist es, wenn man mehrere Modelle besitzt, sodass man die Brille über den Tag immer mal wieder austauschen kann.