Regionale Spezialität in Baden-Württemberg in großer Gefahr

Das Schaufenster und die Auslage eines Feinkostgeschäfts. Verschiedene regional selber hergestellte Spezialitäten, darunter Gebäck, sind verpackt oder liegen zum Probieren bereit. Es Körbe und Kerzen. Im Hintergrund steht ein roter Stern.
Symbolbild © imago/Funke Foto Services

Das Zittern ist riesig. Eine wichtige regionale Spezialität aus Baden-Württemberg befindet sich derzeit in großer Gefahr. Das wäre nicht nur für die Hersteller, sondern für die gesamte Gegend ein unvorstellbarer Schaden.

Es sind schwierige Zeiten für diese kulinarische Tradition aus dem Ländle. Eine der typischen regionalen Spezialitäten aus Baden-Württemberg steht womöglich kurz vor dem Aus. Die Folgen ließen sich gar nicht ausmalen.

Regionale Spezialität aus Baden-Württemberg in Gefahr

Alle Highlights von Baden-Württembergs in einem Artikel unterbringen zu wollen, wäre ein vergebenes Unterfangen. Aber sicherlich gibt es ein paar Punkte, die wirklich jedem einfallen, wenn es um Deutschlands sonnigstes Bundesland geht. Und da gehören die Industrie im Allgemeinen und insbesondere die Automobilindustrie definitiv dazu. An Deutschlands kürzeste Autobahn denkt wohl kaum einer, aber auch sie befindet sich im Ländle. Und natürlich beherbergt das Bundesland viele der schönsten Schlösser überhaupt und auch den Schwarzwald gibt es. Das kulinarische Glanzstück, um das es hier geht, ist aber nicht die Schwarzwälder Kirschtorte. Nein, es geht um Wein. Und tatsächlich steht diese essenzielle regionale Spezialität aus Baden-Württemberg jetzt womöglich vor dem Aus. Trinkt denn niemand mehr Wein?

Verregnete Ernte

Mit der Nachfrage haben die Winzer keinerlei Probleme. Zwar ist die Zahl der Menschen, die Alkohol konsumieren, leicht sinkend. Aber es gibt immer noch genügend schwäbische, deutsche und weltweite Liebhaber, die dieser regionalen Spezialität aus Baden-Württemberg mehr als zugetan sind. Die Schwierigkeiten sind also nicht bei den Kunden zu finden, sondern man muss noch einen Schritt weiter zurückgehen – nämlich in den Prozess der Herstellung. Und zwar droht das aktuelle Wetter die Wein-Ernte zu vernichten.

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Dass die letzten Wochen im Süden Deutschlands verregnet waren, ist kein Geheimnis. Grundsätzlich begrüßt die Natur diese üppigen Regenfälle. Weinbauern zeigen sich hingegen besorgt in Anbetracht ihrer Ernte. Denn die allgemeine Feuchtigkeit birgt viele Gefahren für den Wein, insbesondere wenn sie während der Wachstums- und Reifephase der Weinreben auftritt. Zuerst stören die Wasseransammlungen im Boden die Belüftung der Wurzeln, was Sauerstoffmangel und Wurzelschäden zur Folge hat. Und natürlich fördert das aktuelle nasse Wetter auch die Ausbreitung von Pilzen und Krankheiten wie zum Beispiel Mehltau und Grauschimmel. Baden-Württemberg ist eigentlich das Wein-Bundesland aufgrund seiner unzähligen Sonnenstunden – aber jetzt droht der viele Regen die vielleicht wichtigste regionale Spezialität zu vernichten.

Doch noch ist nicht alles dahin. Mit gezielten Maßnahmen und einem baldigen Wetterumschwung schaffen es die Winzer hoffentlich, die Situation noch zu retten und den Weinbau wieder auf Erfolgskurs zu bringen. Denn was wäre das Ländle ohne seinen Wein?