Kalte Duschen: Flüchtlinge protestieren in Baden-Württemberg

Flüchtlinge bei der Registrierung.
Eine Gruppe Flüchtlinge muss registriert werden. Symbolbild © istockphoto/shironosov

In vielen Notunterkünften in Baden-Württemberg sind die Duschen kalt. Die Flüchtlinge protestieren jetzt und fordern bessere Zustände.

Die Notunterkünfte für Flüchtlinge bieten oft schlechte Verhältnisse. Jetzt sind in einer Großstadt in Baden-Württemberg die Duschen kalt, was die Menschen zu Protesten bewegt.

Erhebliche Mängel

In den Unterkünften gibt es miserable Zustände und erhebliche Mängel. Durch einen Protest von ukrainischen Flüchtlingen wurden diese Umstände nun aufgedeckt. 2022 sollen ungefähr 992.517 Menschen aus der Ukraine nach Deutschland geflohen sein.

Die städtischen Unterkünfte sind schnell an ihre Grenzen gestoßen, was sich jetzt in Baden-Württemberg besonders hart zeigt. Die Begebenheiten vor Ort sind alles andere als gut. Die Duschen sind kalt und die Sanitäranlagen verdreckt.

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Ukraine-Flüchtlinge protestieren

Kalte Duschen, verdreckte Sanitäranlagen, das ist nur ein Teil der Dinge, die die Flüchtlinge aus der Ukraine in der Unterkunft in Stuttgart anprangern. Sie sind in einer Nebenhalle bei der Hanns-Martin-Schleyer-Halle untergebracht.

Insgesamt sind dort 558 Menschen untergebracht. Neben den kalten Duschen, die vor allem auch für die Kinder äußerst unangenehm sind, funktionieren auch die Waschmaschinen nicht. Die Mängel seien aus einem Beschaffungsengpass entstanden.

Container werden gesucht

Laut den Zuständigen sollen die Verwaltungen derzeit auf der Suche nach Schlaf-, Küchen- und Sanitärcontainern sein. Außerdem sollen neue Waschmaschinen den hohen Verschleiß abfangen. Doch ob das genügen wird, muss sich zeigen.

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Immer mehr Menschen kommen nach Stuttgart, um vor dem Krieg in der Ukraine zu flüchten. Doch die Unterkünfte und die Stadt kommen, haben offenbar ihre Belastungsgrenze und Kapazitäten erreicht. Wie es weitergeht, ist ungewiss.