Corona-Impfstoff ist knapp: Lieferengpässe in Baden-Württemberg

Karlsruhe-Insider (dpa/lsw) – Trotz der Lieferverzögerungen bei den Impfstoff-Lieferungen des Pharmakonzerns Pfizer gehen die 50 Kreisimpfzentren in Baden-Württemberg am Freitag an den Start.

Erste Termine konnten zwar am Dienstag vereinbart werden. Allerdings bremste das Gesundheitsministerium sogleich die Euphorie: «Klar ist: Es wird sehr, sehr wenig Termine geben. Und viele Menschen werden keinen bekommen», sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Stuttgart.


«Das muss man in aller Deutlichkeit so sagen und wir müssen weiterhin um Geduld bitten.» Grund seien weniger die fehlende Kapazität oder das Personal als der nicht vorhandene Impfstoff.

Nach Angaben des Ministerium sollte am Dienstag noch die vereinbarte Menge des Impfstoffs von Pfizer/Biontech geliefert werden. Dem Betrieb der Kreisimpfzentren stehe damit nichts im Wege. Bis Ende Januar könne dort auch bei Lieferverzögerungen geimpft werden, allerdings weniger als geplant. Pfizer hatte wegen der Erweiterung seiner Kapazitäten im zentralen Werk in Belgien angekündigt, die Lieferungen des Corona-Impfstoffs reduzieren zu müssen.

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Nach Angaben von Ministeriumssprecher Markus Jox stehen in den ersten beiden Wochen in jedem KIZ lediglich 585 Impfdosen pro Woche für eine Erstimpfung zur Verfügung. «Diese müssen auch noch einmal auf Impfungen im Zentrum selbst sowie auf Impfungen durch die Mobilen Impf-Teams in den Pflegeheimen verteilt werden», sagte Jox der dpa.
«Es wird also lediglich um die 150 Termine pro Woche geben.»

Nur das Kreisimpfzentrum in Singen hat aufgrund eines technischen Fehlers bereits am vergangenen Freitag (15. Januar) mit dem Impfen begonnen. Zu diesem Termin hätten eigentlich alle Kreisimpfzentren starten sollen. Der Auftakt wurde wegen fehlenden Impfstoffs aber verschoben.