Krise beim Karlsruher SC: Corona-infizierte, Niederlagen und Pannen

Symbolbild Foto: Uli Deck/dpa

Karlsruhe (dpa/lsw) – Selbst die leisen Hoffnungen, doch noch um den Aufstiegs zu kämpfen, dürften sich für den Karlsruher SC endgültig erledigt haben.

Vor den letzten sieben Saisonspielen trennen den Fußball-Zweitligisten acht Punkte von der SpVgg Greuther Fürth auf Rang drei.


Und die Formkurve spricht nicht für eine Aufholjagd. Die seit Wochen anhaltende Torflaute insbesondere im eigenen Stadion gipfelte am Samstag in einem 0:1 (0:0) gegen den Abstiegskandidaten VfL Osnabrück, bei dem es auch an der richtigen Einstellung fehlte.

Deutlich ging Kapitän Jerôme Gondorf mit dem Team ins Gericht: «Menschliches Versagen», meinte der Mittelfeldspieler zum KSC-Auftritt. «Das war eine Nicht-Leistung», fügte er hinzu: «Wir haben heute auf dem Platz nicht stattgefunden.» Auch Torhüter Marius
Gersbeck kritisierte: «Ich glaube, der unbedingte Wille gewinnen zu wollen, war eher bei Osnabrück zu sehen als bei uns.»

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Für Coach Christian Eichner war das sportliche Negativerlebnis das «i-Tüpfelchen» nach einer turbulenten Woche mit positiven Corona-Tests bei zwei Profis und der Absage mehrerer Trainingseinheiten. Die Torflaute als derzeitiges Problem des KSC steht für ihn außer Zweifel.

«Wir müssen versuchen, und das kann ich nur gebetsmühlenartig wiederholen, uns im letzten Drittel weiterzuentwickeln. Dort müssen wir richtige Entscheidungen treffen», mahnte der 38-Jährige nach der Schlappe gegen die zuvor elf Mal sieglosen Niedersachsen an. Wohlwissend, dass seit dem Treffer von Innenverteidiger Robin Bormuth am 23. Januar kein KSC-Spieler mehr im heimischen Stadion getroffen hat. Zuhause gewannen die Badener zuletzt Ende Januar dank eines Eigentors mit 1:0 gegen Hannover 96.

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Für Eichner kommt diese Torarmut trotz des zwischenzeitlich engen Kontakts seines Teams zu den Aufstiegsplätzen nicht überraschend. «Wenn beim KSC nicht alle Spieler Normalform haben, dann haben wir es nach wie vor schwer, in dieser Liga Punkte zu holen», sagte er. Eichner will sich auch selbst in die Pflicht nehmen.