Mord in Karlsruhe: Mutmaßliche Killer schweigen vor Gericht!

(Archiv) Symbolbild Foto: Patrick Seeger/dpa

Karlsruhe (dpa) – Heimtückisch und brutal sollen zwei Männer einen Drogendealer in Karlsruhe umgebracht haben.

Zu Beginn des Prozesses wegen gemeinschaftlichen Mordes vor dem Landgericht wollten sich beide am Dienstag aber nicht zu den Vorwürfen äußern.


Das ließen die 19 und 22 Jahre alten Angeklagten über ihre Verteidiger ausrichten.
Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, im Juli einen 24-Jährigen getötet zu haben. 13 Mal hätten sie mit einem 300 Gramm schweren Hammer auf den Schädel des Mannes eingeschlagen, sagte der Staatsanwalt.

Fünf Mal stachen sie mit einem Messer in die Brust. Das Opfer konnte nicht wiederbelebt werden, es starb wenig später im Krankenhaus. Da waren die beiden Tatverdächtigen mit einer Umhängetasche mit 1300 Euro schon auf und davon.

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Der Angeklagte habe beschlossen, seinen Dealer-Kollegen zu töten, führte der Staatsanwalt aus. Weil er jedoch zu schmächtig sei, habe er einen Freund um Unterstützung gebeten. Sie seien aus Habgier, heimtückisch und geleitet von niederen Beweggründen vorgegangen, sagte der Staatsanwalt. Neben Mord geht es in dem Fall auch um besonders schweren Raub. Für das Verfahren vor der Jugendkammer sind bisher neun weitere Verhandlungstermine bis Ende Juni angesetzt.

Die Ermittler waren unter anderem dank Zeugen auf die Tatverdächtigen gekommen. Den 19-Jährigen nahmen sie wenige Tage nach der Tat fest. Der 22-Jährige konnte sich zunächst nach Frankreich und später nach Italien absetzen. Erst knapp drei Monate später konnten Einsatzkräfte ihn in Neapel festnehmen. Beide Männer kamen in Untersuchungshaft.