Streik ausgerechnet an Weihnachten bei Konzern-Riese Amazon

An einem großen grauen Gebäude steht der Amazon Schriftzug und ist sehr gut für alle Passanten ersichtlich. Der Versandhändler hat in dem Ort sein Lager. Das Unternehmen hat ein bekanntes Logo.
Symbolbild © ISTOCKPHOTO - Foto: jetcityimage

An Weihnachten könnten nicht alle Paket ankommen, wer bei Amazon bestellt – Verdi ruft zu einen großen Streik auf.

Die Gewerkschaft Verdi hat Amazon-Beschäftige an sieben deutschen Versandzentren ein weiteres Mal zum Warnstreik aufgerufen.

Mit Beginn der Nachtschicht zum Montag sollten Mitarbeiter in Graben bei Augsburg, Leipzig, Werne, Rheinberg, Koblenz und an zwei Standorten in Bad Hersfeld die Arbeitniederlegen, kündigte Verdi am Sonntag an. Ziel sei es, das Weihnachtsgeschäft des weltgrößten Onlinehändlers «empfindlich zu stören».Mit dem Warnstreik reagiere die Gewerkschaft auf Aussagen des neuen Deutschland-Chefs von Amazon, Rocco Bräuniger.

Dieser wolle wie sein Vorgänger keinen rechtsverbindlichen Tarifvertrag für die Beschäftigten mit Verdi abschließen. Verdi setzt sich seit Jahren dafür ein, dass die Amazon-Beschäftigten nach Tarifen bezahlt werden, wie sie in den Flächentarifverträgen des Einzel- und Versandhandels festgeschrieben sind. /dpa

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